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ERZIEHUNG

Stimmt das, was wir über Hunde zu wissen glauben?

Ein Hund, der mit dem Schwanz wedelt, tut das, weil er sich freut – FALSCH – oder zumindest nicht ganz korrekt. Es kann sein, dass er sich freut, aber in erster Linie wedeln Hunde mit dem Schwanz, um ihren Eigengeruch zu verbreiten. Das tun sie dann, wenn sie in irgendeiner Form aufgeregt sind. Das gilt auch dann, wenn diese Aufregung nichts mit Freude zu tun hat. Ob Schwanzwedeln freudig ist, lässt sich nur herausfinden, indem man auch andere Körpersignale erkennt, die Freude zeigen können. Die Kombination ergibt dann das korrekte Gesamtbild.

Jeder Hund versucht, so hoch wie möglich zu pieseln – KORREKT – Jeder Hundebesitzer weiß, dass vor allem die Männchen nicht nur wirklich „müssen“, sondern auch mit kurzem Beinheben hier und dort ihre Duftmarken im Revier verteilen. Je höher diese Marke angebracht ist, umso schwieriger ist es für andere Hunde, über diese Duftmarke drüberzustrullen und durch ihre eigene Marke zu ersetzen. Oftmals sieht man übrigens, dass gerade kleine Hunde sich extrem ins Zeug legen, um so hoch wie möglich zu markieren, während sehr große Hunde das Bein eher gelassen heben.

Um Drogenspürhunde besonders heiß auf den Duft von Drogen zu machen, damit sie sie besser finden, werden diese Hunde gezielt süchtig gemacht – UNFUG – Die meisten Drogen sind bereits für Menschen äußerst gefährlich – fast alle sind für Hunde gesundheitsschädlich und viele sogar schon in kleinsten Mengen tödlich. Abgesehen von dem Nonsens, dass man sie von sämtlichen Drogen abhängig machen müsste, die sie finden sollen, würde man den Hund damit obendrein so schädigen, dass er für den Dienst als Spürhund gar nicht mehr genutzt werden könnte. In der Ausbildung zum Drogenspürhund lernen die Hunde (genau wie alle anderen Spürhunde auch), die Düfte der verschiedenen Rauschmittel mit Spielzeug zu verbinden. Genau wie alle anderen Spürhunde schlagen sie dann im Einsatz auf diese übers Spiel erlernten Gerüche an.

Wenn dem eigenen Hund klar ist, dass sein Mensch das Sagen im Haus hat, wird er diesen direkten Blickkontakt einfach akzeptieren

Aus der Sicht des Hundes ist es eine Herausforderung, ihm direkt in die Augen zu schauen – WAHR – Welchen Effekt es auf die Begegnung Hund/Mensch hat, hängt allerdings davon ab, wie bekannt die beiden sich sind und ob die Rangordnung bereits geklärt ist. Direkter Blickkontakt ist ein Zeichen von Überlegenheit. Wenn dem eigenen Hund klar ist, dass sein Mensch das Sagen im Haus hat, wird er diesen direkten Blickkontakt einfach akzeptieren. Bei einem fremden Hund kann das aber ganz anders aussehen, denn es könnte sein, dass er das mit der Rangordnung sofort klären und sich an die Spitze setzen möchte. Hält man den Blick fest, werden die meisten an den Menschen gewöhnten Hunde sich irgendwann abwenden und damit dem Blick ausweichen und dem Menschen die Oberhand kampflos überlassen, aber wenn man an ein sehr dominantes oder generell aggressives Tier gerät, kann es gefährlich werden.

Bernhardiner sind die perfekten Lawinenhunde – FALSCH – Jeder kennt das Bild von dem Bernahrdiner mit dem Fässchen am Halsband, dessen Inhalt Verschütteten, sobald sie vom Hund gefunden wurden, eine Möglichkeit geben sollte, sich aufzuwärmen. Dieses Bild stammt allerdings aus der Zeit, als Schweizer Augustinermönche diese Hunde zum Retten von Verschütteten einsetzten. Die Bernhardiner von damals haben allerdings nur noch wenig mit den Hunden von heute zu tun. Bernhardiner waren damals viel, viel kleiner, leichter und wendiger als heute. Die Zucht der Bernhardiner hat zu einer heute deutlich massigeren Rasse geführt, die schon allein wegen ihrer Statur als Lawinenhund nicht mehr geeignet ist.

Unterbeschäftigte Hütehunde treiben Kinder zusammen – WAHR – Wenn man Rassen, deren wichtigste Aufgabe das Hüten von Vieh ist, nicht umfassend körperlich und geistig beschäftigt, gehen sie der Hüte-Aufgabe auch dann nach, wenn eigentlich nichts zum Hüten da ist. In Ermangelung von Kühen, Schafen oder Geflügel wird alles zusammengetrieben, was sich bewegt und in mehrfacher Ausführung auftaucht. Das können dann schon mal Radfahrer, Jogger oder auch Kinder sein. Richtig problematisch wird es, wenn sie versuchen (gibt es wirklich!) mehrere Autos zusammen zu treiben.

Hunde und Katzen sind von Natur aus Feinde, und die Hunde werden immer versuchen, die Katzen zu beißen oder sogar zu töten – FALSCH – Hunde und Katzen sind keineswegs Feinde. Kennen sich die Tiere allerdings nicht, kommt es durch die unterschiedliche Körpersprache oft zu Missverständnissen, die dann zu Kämpfen führen können. Sind die Tiere aneinander gewöhnt, kommen sie üblicherweise sehr gut miteinander aus und leben nicht nur friedlich miteinander, sondern schmusen und spielen sogar sehr gerne miteinander, ohne sich gefährlich zu werden.

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