HALL OF FAME – Tattoo Spirit https://tattoo-spirit.de/tsp Europas grosse Tattoo Illustrierte Sat, 08 Feb 2020 12:07:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.30 Leute die Geschichte schrieben: Tommy Köhler https://tattoo-spirit.de/tsp/leute-die-geschichte-schrieben-tommy-koehler/ Tue, 11 Feb 2020 06:00:47 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=74563 Die Spirit Hall of Fame – ein ganz besonderer Ort für ganz besondere Persönlichkeiten. Für Menschen, die unter uns weilen, oder aber schon längst verstorben sind, aber deren Namen man nie vergisst. Warum? Weil sie sich mit ihrer Arbeit und ihrem Leben in einer ganz besonderen Weise für den Fortbestand und vor allem für die […]

Der Beitrag Leute die Geschichte schrieben: Tommy Köhler erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Die Spirit Hall of Fame – ein ganz besonderer Ort für ganz besondere Persönlichkeiten. Für Menschen, die unter uns weilen, oder aber schon längst verstorben sind, aber deren Namen man nie vergisst. Warum? Weil sie sich mit ihrer Arbeit und ihrem Leben in einer ganz besonderen Weise für den Fortbestand und vor allem für die Entwicklung der Tätowierungen eingesetzt haben.

Tommy im Jahr 2012 auf der
20. Convention Frankfurt

Es gab viele Tätowierer, die kamen und gingen. In den vergangenen Jahrzehnten tauchten dutzende Tätowierer und Szene-Größen auf, deren Namen mit Sicherheit in diese Ruhmeshalle gehören. Doch es gibt nur einige Wenige, die sich gleich in mehrerlei Hinsicht um die nationale und internationale Tattoo-Szene verdient gemacht haben. Einer dieser besonderen Personen ist Thomas »Tommy« Köhler.

1993 veranstaltete Tommy seine erste Tattoo-Convention in Frankfurt. Damals kamen rund 40 Aussteller, im vergangenen Jahr waren es über 700. Die Tattoo-Convention Frankfurt wurde in den Jahren seit der Gründung zum international wichtigsten Szene-Event der Welt. Keine andere Messe versammelte so viele verschiedene Nationen und internationale Spitzentätowierer.

Bei all der Größe dieser Tattoo-Veranstaltung hat Tommy aber nie seine soziale Verantwortung vergessen und alljährlich für charitative Zwecke gesammelt. So kamen in den Jahren zum Beispiel 10-tausende Euro für die Frankfurter Kinderkrebshilfe zusammen. Somit hat Tommy wahrscheinlich mehr gespendet, als jeder andere in der deutschen Tattoo-Branche. Neben seiner Arbeit als Veranstalter der weltgrößten Tattoo-Convention, war Tommy auch Gründungs-Mitglied des offiziellen Berufsverbandes der Tätowierer in Deutschland. Gegründet wurde der Verband DOT 1995 von Dieter Zalist, Hans-Joachim Monien, Ralf Guttermann, Herry Nentwig und eben Tommy Köhler. Heute ist die Arbeit des DOT für die europäische Tattoo-Branche wichtiger denn je. Die Mitglieder des Verbandes erarbeiten regelmäßig mit Fachärzten und sogar Politikern in Berlin, neue Hygienestandards und Arbeitsmethoden.

Es waren vor allem Events, wie Frankfurt, die den Boom der vergangenen Jahre maßgeblich mitgetragen haben.

Bei seinem Bestreben bezüglich der Tattoo-Conventions oder dem Berufsverband ging es Tommy nie um irgendwelche Rekorde oder die Aufmerksamkeit, sondern er wollte immer etwas bewegen, etwas zum Positiven verändern, das lange Bestand hat und die Tattoo-Szene weiterbringt.

Es waren vor allem Events, wie die Convention in Frankfurt, die in Deutschland den Boom der vergangenen Jahre maßgeblich mitgetragen haben. Ein Boom, von dem nicht nur die vielen Tattoo-Studios, sondern auch die verschiedenen Tattoo-Magazine profitiert haben. Dafür sind wir Tommy von Herzen dankbar, denn Tattoo-Spirit, Tattoo-Scout, Tattoo-Studio Magazin, Tattoo-Life oder das TätowierMagazin wären ohne seine Hilfe nicht da, wo sie heute sind.

Eben dieses Streben macht Tommy Köhler zu einer besonders wertvollen Person für die Welt der Tätowierungen und genau aus diesem Grunde möchten wir ihn im selben Atemzug mit Namen wie Herbert Hoffmann, Horiyoshi, Christian Warlich oder Filip und Felix Leu nennen.

Der Beitrag Leute die Geschichte schrieben: Tommy Köhler erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Sailor Jerry https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-sailor-jerry/ Wed, 20 Feb 2019 08:23:26 +0000 http://www.mvpthemes.com/jawn/?p=278 Sailor Jerry, so der Spitzname von Norman Keith Collins (1911 – 1973), gilt als einer der wichtigsten Tattoo-Künstler seiner Zeit und kreierte eine Vielzahl an Motiven, die sich noch heute großer Beliebtheit erfreuen. Bis heute gilt Sailor Jerry als Urvater der Oldschool Tattoos Die Spirit Hall of Fame – ein ganz besonderer Ort für ganz […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Sailor Jerry erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Sailor Jerry, so der Spitzname von Norman Keith Collins (1911 – 1973), gilt als einer der wichtigsten Tattoo-Künstler seiner Zeit und kreierte eine Vielzahl an Motiven, die sich noch heute großer Beliebtheit erfreuen.


Bis heute gilt Sailor Jerry als Urvater der Oldschool Tattoos

Die Spirit Hall of Fame – ein ganz besonderer Ort für ganz besondere Persönlichkeiten. Für Menschen, die unter uns weilen oder schon längst verstorben sind, aber deren Namen man nie vergisst. Warum nicht? Weil sie sich mit ihrer Arbeit und ihrem Leben in einer ganz besonderen Weise für den Fortbestand und vor allem für die Entwicklung der Tätowierungen eingesetzt haben. In dieser Ausgabe möchten wir eine Persönlichkeit ehren und in die Hall of ­Fame aufnehmen, die sich in vielen Jahren um die Tattoo-Szene bemüht hat. Die Rede ist von Tätowierer Norman Keith Collins.

Berühmt wurde er während des zweiten Weltkrieges und kaum ein Matrose, der etwas auf sich hielt, kam ohne eines seiner Werke auf dem Unterarm aus. Als junger Mann kam “Sailor Jerry” als Angehöriger der US-Navy nach Hawaii und verliebte sich dort in das sonnige Leben der Karibik. »Meine Arbeit spricht für sich selbst« – das war die einfache und starke Aussage auf den verblichenen weißen Visitenkarten von Norman »Sailor Jerry« Collins – dem Vater des Old-School Tätowierens.

Als echter Erneuerer und Freigeist war Sailor Jerry für seine kompromisslose Liebe zum Detail und seine Alles-oder-Nichts Einstellung bekannt. Er war ein Meister seines Fachs, und sein Können und seine Integrität werden immer hoch geachtet und geschätzt werden. Rebellisch, aber auch in der Tradition verhaftet, verkörperte er den abenteuerlichen Nimbus des Seefahrers, der zu fernen Häfen segelt. Eine seiner beständigsten Aussagen ist folgende: »Gute Tätowierungen sind nicht billig und billige Tattoos sind nicht gut« Dieses Statement hat bis heute Gültigkeit.

Viele weitere Informationen rund um Keith Collins erhaltet ihr unter der Webadresse: www.sailorjerry.com

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Sailor Jerry erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Christian Warlich https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-christian-warlich/ Wed, 20 Feb 2019 08:21:40 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49322 Es gab viele Tätowierer, die kamen und gingen. In den vergangenen Jahrzehnten tauchten Dutzende Tätowierer und Szene-Größen auf, deren Namen mit Sicherheit in diese Ruhmeshalle gehören. Doch es gibt nur einen »Ersten« nämlich Christian Warlich. Noch heute gilt Christian als der König und Gentle­man unter den Tätowierern; mit seiner Art und seinem Fachwissen hat er […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Christian Warlich erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Es gab viele Tätowierer, die kamen und gingen. In den vergangenen Jahrzehnten tauchten Dutzende Tätowierer und Szene-Größen auf, deren Namen mit Sicherheit in diese Ruhmeshalle gehören. Doch es gibt nur einen »Ersten« nämlich Christian Warlich. Noch heute gilt Christian als der König und Gentle­man unter den Tätowierern; mit seiner Art und seinem Fachwissen hat er etliche Generationen nach ihm tief geprägt.

Christian Warlich war der erste berufliche Tätowierer Deutschlands. Darüber hinaus arbeitete er auch als erster in Deutschland mit einer elektrischen Tätowiermaschine. 1890 geboren, fuhr das Hamburger Urgestein mehrere Jahre zur See, wo er die ers­ten und mitunter wichtigs­ten Schritte in seiner Tätowiererlaufbahn unternahm. Auf etllichen seiner Kameraden verewigte sich Chris­tian in einem Stil, den wir heute Oldschool nennen. Klare Linien und minimalis­tische Darstellungen waren zur damaligen Zeit das Maß aller Dinge. Bereits 1919 eröffnete in der ­Kieler Straße auf St. Pauli eine kleinere Kneipe mit einem extra abgeteilten Bereich, dem sogenannten »Atelier moderner Tätowierungen«. Von den Kunden mitgebrachte Plakate und Bilder dienten Christian anfangs als Inspirationsquelle, doch schnell entwickelte er seine ganz eigenen Tattoo-Vorlagen und die Freunde dieser für Deutschland recht neuen Hautkunst kamen in Scharen in die Hansestadt. Vor allem aber waren es natürlich die vielen Seeleute, die sich bei Christian Warlich die Türklinke in die Hand gaben und seinen Namen, zusammen mit seiner Hautkunst, hinaus in die Welt trugen.


Prinzen und andere Prominente gehörten zu seinen Kunden

Als Gentleman-Tätowierer galt er, weil Chris­tian stets gut gekleidet, mit Anzug und Fliege, tätowierte. Er legte ohnehin immer großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und so scheint es auch nicht verwunderlich, warum er nie Hände oder Gesichter der Kunden tätowierte. Egal wo auf dem Körper – Christian platzierte außergewöhnliche Tätowierungen, doch im Alltag sichtbare Stellen waren für ihn tabu. Dabei setzte er sich sein Leben lang für die Anerkennung der Tätowierungen als Kunst ein. Seine hervorragenden Kontakte in alle Welt, vor allem aber Amerika, verschafften Christian eine Zeitlang das Monopol auf den Erwerb und Weiterverkauf von elektrischen Tätowiermaschinen. Diese wurden dann meist an ihm wohlgesonnene Kollegen weitergereicht, aber auch an Klinik-Abteilungen, die das Überdecken von OP-Narben zum Ziel hatten. Christian Warlich stand oft Ärzten mit Rat und Tat zur Seite.

Am 27.Febr.1964 verstarb Christian Warlich plötzlich und unerwartet an einem Gehirntumor, in seinem Tattoo-Atelier, während der Arbeit, die er so sehr liebte. In seiner über vier Jahrzehnte andauernden Berufslaufbahn tätowierte Christian mehr als 50.000 Kunden, darunter auch viele Prominente. Sogar die Prinzen Axel und Vigo aus dem dänischen Königshaus, zählten zu seinen zufriedenen Kunden. Heute gilt Christian Warlich als der Urvater der deutschen Tätowierer, als Wegbereiter und Galionsfigur. Seine lebenslangen Bemühungen um die Tätowierkunst machen Christian zum würdigen ersten Mitglied unserer Hall of Fame.

Ein Großteil des Nachlasses von Christian Warlich befindet sich im Besitz von Tätowierer und Tätowiermaschinen-Bauer Gunter und dessen Museum in Elmshorn.Infos hierzu unter: Blickfang Tattoo, Mühlenstrasse 37, 25335 Elmshorn, Tel: 04121-269090

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Christian Warlich erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Lyle Tuttle https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-lyle-tuttle/ Wed, 28 Nov 2018 22:30:00 +0000 http://www.mvpthemes.com/jawn/?p=257 Tattoostudios, wie wir sie heute kennen und schätzen sind selbstverständlich nicht über Nacht entstanden, oder waren urplötzlich einfach da. Vielmehr ist es einigen wenigen Tätowierern zu verdanken, dass wir uns in diesen Studios so wohl fühlen. Als Urvater der modernen Studios gilt der Amerikaner Lyle Tuttle. Lyle begann seine Laufbahn als professioneller Tätowierer bereits im […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Lyle Tuttle erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>

Tattoostudios, wie wir sie heute kennen und schätzen sind selbstverständlich nicht über Nacht entstanden, oder waren urplötzlich einfach da. Vielmehr ist es einigen wenigen Tätowierern zu verdanken, dass wir uns in diesen Studios so wohl fühlen. Als Urvater der modernen Studios gilt der Amerikaner Lyle Tuttle.

Lyle begann seine Laufbahn als professioneller Tätowierer bereits im Jahre 1949 und tätowierte bis zum Ende der 90er. Eine lange Zeit, in der er unzählige Fakten, Geschichten und Tricks über Tattoos sammelte und an ebensoviele Kollegen weiter gab. Er selbst bekam sein erstes Tattoo im zarten Alter von gerade einmal 14 Jahren. In San Francisco liess er sich für $ 3,50 ein kleines Herz mit der Aufschrift Mother tätowieren. Von diesem Tag an war er den Tattoos mit Haut und Haaren verfallen.


Der Tattoo-Zukunft sehe ich positiv entgegen

Lyles Passion für Tattoos stammen aus der Zeit unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg, aus einer Zeit in der hauptsächlich Soldaten ihre Verbundenheit untereinander ausdrückten. Daher glaubt er auch fest an die Entstehungstheorie des kanadischen Wissenschaftlers Curly Allan. Dessen Meinung nach sind Tattoos im Kampf entstanden. Lange vor den ersten Geschichtsaufzeichnungen, kämpften Krieger mit Holzspeeren und Pfeilen, deren Spitzen im Feuer geschärft und gehärtet wurden. Verletzte sich ein Kämpfer mit diesen Waffen, so verblieb oftmals eine dunkle geschwärzte Narbe. Hieraus entwickelten sich sehr wahrscheinlich die ersten Tribals, als Symbol erfolgreich geschlagener Schlachten. Historiker bestätigen, dass in der Frühzeit die tätowierten Krieger eine höhere Überlebenschance hatten, als die eher farblosen. Tattoos geben eine innere Stärke, die sich auch nach Aussen zeigt.

»Der Tattoo-Zukunft sehe ich positiv entgegen. Wenn man in der Geschichte zurückblickt und sieht, wie sich die Weltbevölkerung in gar nicht allzu langer Zeit fast berdoppelt hat und darüber nachdenkt, wie sie weiter wächst und wächst – Nun, die Möglichkeiten für Tattoos sind grenzenlos, denn schliesslich gibt es immer mehr neue Haut auf der Welt.«

Foto: www.lyletuttle.com

Lyles Bewunderung für den Beruf des professionellen Tätowierers ist bis heute immer gross geblieben. »Tätowierer sollten stets stolz sein, auf das, was sie erreicht und gelernt haben. Ärzte gehen auf Universitäten und studieren über Hygiene, Sterilisation und alle notwendigen Arbeitsweisen. Tätowierer müssen sich alles selbst beibringen. Im besten Fall haben sie einen Lehrmeister oder Mentor, der ihnen unter die Arme greift. Das war es aber auch schon.

Unter den tausenden von Kunden, die Lyle während seiner langen Tattoo-Karriere betreut hat, waren auch viele Prominente. Joan Biaz, Janis Joplin, Peter Fonda und viele andere waren darunter. Sogar die Sängerin und Schauspielerin Cher lag schon unter seinen Nadeln und liess sich von Lyle den Hintern tätowieren. Dieser Tätowierer hat in seinem Leben so viel erlebt, dass, selbst wenn man ein mehrere hundert Seiten starkes Buch über ihn schriebe, sicherlich nur an der Oberfläche kratzen würde. Dabei ist Lyle Tuttle immer Mensch geblieben, mit Respekt vor seinem Beruf und seinen Mitmenschen. Für die Tattoo-Szene hat er sich sein Leben lang eingesetzt und all sein Wissen über diesen Beruf an viele talentierte Tattoo-Künstler weitergegeben. Unter www.lyletuttle.com findet ihr einige weitere Informationen zu Lyle, seinen Seminaren und seinem einzigartigen Tattoo-Museum

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Lyle Tuttle erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Fan Tattoo Theo https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-tattoo-theo/ Wed, 28 Nov 2018 22:00:47 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49315 In dieser Ausgabe möchten wir eine Persönlichkeit ehren und in die Hall of ­Fame aufnehmen, die sich wie kaum ein anderer in Deutschland für die Tattoo-Szene eingesetzt hat und so ein Teil von ihr war. Die Rede ist von Tattoo Theo. Bereits vor seiner Schulzeit ging Theo nicht etwa wie andere Kinder auf den Spielplatz, […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Fan Tattoo Theo erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
In dieser Ausgabe möchten wir eine Persönlichkeit ehren und in die Hall of ­Fame aufnehmen, die sich wie kaum ein anderer in Deutschland für die Tattoo-Szene eingesetzt hat und so ein Teil von ihr war. Die Rede ist von Tattoo Theo. Bereits vor seiner Schulzeit ging Theo nicht etwa wie andere Kinder auf den Spielplatz, sondern viel lieber in die Tattookneipe von Christian Warlich.

Dort beobachtete er, wie sich viele Seeleute vom alten König der Tätowierer verschönern ließen. So dauerte es nicht lange bis Theos Leidenschaft für die Hautkunst entfacht war. Im zarten Alter von 13 Jahren stach er sich kurz vor Kriegsende selbst sein erstes Tattoo: mit einer Nähnadel, Ofenruss und diversen anderen Inhaltsstoffen als Farbe. Von seinem großen Vorbild Warlich bekam Theo hierfür eine ordent­liche Standpauke. Drei Jahre später hatte Warlich ein Einsehen mit seinem Bewunderer Theo und er stach ihm sein erstes richtiges Tattoo, ein Bild des Segelschiffes Gorch Fock, auf die Brust.

Von nun an sammelte Tattoo Theo seine Tätowierungen wie andere Leute Briefmarken. Mehr als 200 Tattoo-Künstler der unterschiedlichsten Natonalitäten verewigten sich auf Theos Haut und machten ihn so schon nach kurzer Zeit zu einem wandelnden Gemälde. Jedes einzelne Motiv, und sei es auch noch so klein, verband Theo mit einer ganz besonderen persönlichen Geschichte und einem besonderen Abschnitt in seinem bewegten Leben. Als Aushängeschild alter Tätowierkunst wurde Theo zu einem Markenzeichen von St. Pauli und für die Tattoo-Szene im allgemeinen. Kaum eine Zeitschrift oder ein TV-Sender, der nicht mindestens einmal über Theo, dem Tätowierten vom Kiez, berichtete. Jahrein jahraus reiste er zu den verschiedensten Tattoo-Conventions und erzählte jedem, der ihn danach fragte, von seinen aufregenden Geschichten.

Es war im Jahr 2000, als ich selbst, eher durch Zufall, die Gelegenheit erhielt, mich ausführlich mit Tattoo Theo zu unterhalten. Ich war zusammen mit Redaktionskollege Arno auf der Tattoo-Convention Magdeburg. Am Samstagabend, kurz nach Ende des ersten Messetages, fragte ich den damaligen Veranstalter Peter Siwak (Tattoo-Studio Magdeburg) nach dem Weg zum ­Convention-Hotel. Peter erzählte mir, dass er den Weg an diesem Tag schon mindestens hundertmal erklärt hätte, und ich ganz einfach Theo mitnehmen solle, da der ebenfalls zum gleichen Hotel müsse und den Weg kennen würde. Ich fragte Theo also und wir machten uns auf den Weg. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass Theo den Weg zum Hotel in Wirklichkeit gar nicht kannte, sondern davon ausging, dass Arno und ich den Weg schon finden würden. Zu dieser späten Stunde gab es auch nirgends sonst jemanden, den wir nach dem Weg hätten fragen können. Und so fuhren wir fast drei Stunden durch das nächt­liche Magdeburg auf der Suche nach unserem Hotel, mit Theo auf dem Rücksitz, der fröhlich eine Tattoogeschichte nach der anderen zum Besten gab.

In dieser Nacht habe ich mehr über Tätowierungen gelernt, als ich es je für möglich gehalten hätte. Von Verantwortung, Ehre und von Freundschaft erzählte Theo und wie sehr seine Hautbilder sein Leben beeinflusst haben. Ich war mehr als beeindruckt und wusste, dass ich mich noch lange an diesen Abend in Magdeburg erinnern würde.

Tattoo Theo verstarb am 14. Juli 2004 plötzlich und unerwartet. Unter großer Anteilnahme der Tattoo-Szene wurde Theo auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt, dort wo auch sein großes Idol ­Christian Warlich seine letzt Ruhe fand. Auch wenn Theo nicht mehr unter uns ist, haben wir ihn doch niemals wirklich vergessen.

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Fan Tattoo Theo erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Felix Leu https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-felix-leu/ Wed, 28 Nov 2018 20:00:12 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49334 Heute möchten wir eine Persönlichkeit ehren und in die Hall of ­Fame aufnehmen, die sich in vielen Jahren um die Tattoo-Szene bemüht hat. Die Rede ist von dem unvergessenen Felix Leu. Felix gilt bis heute als der Urvater der modernen Tätowierungen, als Tattoo-Patriarch, der Hautbilder in die Welt der Künste emporhob. Auf einer einfachen Urlaubsreise […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Felix Leu erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Heute möchten wir eine Persönlichkeit ehren und in die Hall of ­Fame aufnehmen, die sich in vielen Jahren um die Tattoo-Szene bemüht hat. Die Rede ist von dem unvergessenen Felix Leu. Felix gilt bis heute als der Urvater der modernen Tätowierungen, als Tattoo-Patriarch, der Hautbilder in die Welt der Künste emporhob.

Auf einer einfachen Urlaubsreise durch das alte Jugoslawien, entdeckte der junge Felix Leu Ende der 70er eher zufällig die Kunst des Tätowierens. Was dann folgte, sollte die Welt der Körperkunst in seinen Grundfesten verändern, denn Felix Leu beeinflusste von da an, die Tattoo-Welt wie kaum ein Zweiter. In London fand Felix in Tätowierer Jock von King’s Cross Tattoo einen hervorragenden Mentor und Lehrmeister, der ihn in alle Geheimnisse der damaligen Tätowierkunst einweihte. Im Jahr 1978 begab sich Felix mit seiner kompletten Familie nach Indien. Dort brachte er auch seiner Frau Loretta und seinem Sohn Filip das Tätowieren bei.


Die Welt der Tattoos wäre ohne Felix Leu
sicherlich nicht so, wie wir sie heute kennen

»Ende der 70er Jahre entdeckte Felix eher zufällig die Tätowier-Kunst«
Vom indischen Goa aus bereiste Felix, zusammen mit seinen Lieben, die halbe Welt. Aus unzähligen Ländern brachte er die unterschiedlichsten Einflüsse in seine Bilder und Tattoos mit ein. Und so galt Felix schon nach kurzer Zeit als bedeutsame Persönlichkeit der weltweiten Tattoo-Szene, denn er war einer der ersten Tätowierer, dessen Arbeiten den Titel Körper-„Kunst“ wirklich verdienten. Einem Jumbo-Jet in der Steinzeit gleich, schlugen Felix Tätowierungen ein, wie eine Bombe und er war derjenige, an dem sich für viele Jahre alle anderen Tätowierer orientierten. 1980 eröffnete Felix zusammen mit seiner Frau Loretta The Leu Family’s Family Iron im schweizerischen Lausanne. Fortan widmete er sich mit Leib und Seele der Kunst und der Welt der Tätowierungen.

Sein einzigartig charismatisches Auftreten und seine liebenswerte Art machten Felix überall beliebt. Sein erworbenes Wissen behielt er nicht etwa für sich selbst, sondern teilte es mit jedem, der die Kunst des Tätowierens ernst nahm. Allein diese Tatsache ermöglichte der Tattoo-Szene Veränderungen und einen Fortschritt, wie man ihn zuvor kaum für möglich gehalten hätte.

Die Welt der Tattoos wäre ohne Felix sicherlich nicht so, wie wir sie heute kennen, denn in mehr als 30 Jahren entwickelte Felix in unermüdlicher Arbeit und mit Hilfe unterschiedlichster Einflüssen, Tattoos zu dem, was sie heute sind – Kunstwerke auf der Haut.Jeder Tätowierer, der bemüht ist individuelle Motive für individuelle Menschen zu erfinden und dabei stets an seinen Qualitäten arbeitet – der trägt ein wenig Felix in sich selbst und hält das von Felix hinterlassene Erbe in Ehren. Im Jahre 2002 verstarb Felix nach langer Krebskrankheit und hinterließ eine gewaltige Lücke. Die Erinnerung an Felix und seine Kunst wird seitdem von seiner Familie aufrecht erhalten

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Felix Leu erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Herbert Hoffmann https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-herbert-hoffmann/ Wed, 28 Nov 2018 19:18:08 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49338 Herbert Hoffmann – die große Tattoo-Legende. Es gab kaum eine Tattoo-Convention, bei der er nicht schon zu Gast war, und allen professionellen Tätowierern in Europa ist er noch heute ein bekanntes und beliebtes Vorbild. Herbert Hoffmann wurde 1919 in Freienwalde (Pommern) geboren. In einer aufstrebenden, begüterten, protestantischen Fleischerfamilie aufwachsend, hatte er eine sehr strenge Erziehung […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Herbert Hoffmann erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Herbert Hoffmann – die große Tattoo-Legende. Es gab kaum eine Tattoo-Convention, bei der er nicht schon zu Gast war, und allen professionellen Tätowierern in Europa ist er noch heute ein bekanntes und beliebtes Vorbild.

Herbert Hoffmann wurde 1919 in Freienwalde (Pommern) geboren. In einer aufstrebenden, begüterten, protestantischen Fleischerfamilie aufwachsend, hatte er eine sehr strenge Erziehung nach preußischen Tugenden. Es folgten Volksschulbesuch, Kaufmannslehre, Arbeit als Kaufmannsgehilfe. Herbert wurde im Arbeitermilieu groß. Um ihn herum lebten einfache Menschen, arme Tagelöhner, harte Arbeiter. »Ich empfand eine Hochachtung vor diesen anspruchslosen, arbeitsamen und zufriedenen Menschen. Viele, sehr viele von ihnen waren tätowiert … sie wurden meine Vorbilder.« 1939 Reichsarbeitsdienst in Pölitz bei Stettin, dann 1941–1945 Wehrmachtsoldat im Russlandfeldzug bei den Fernmeldern. »Als ich 1943 einen stark tätowierten Hafenarbeiter arglos fragte, ob er mir sagen könne, wo ich mich tätowieren lassen könnte, antwortete er mir: »Ich bin gerade erst aus dem KZ gekommen, ich will nicht wieder dahin zurück!«

Sein allererstes Tattoo war das Seefahrermotiv Glaube, Liebe, Hoffnung

Bis 1949 war Herbert in Kriegsgefangenschaft in Lettland. Nach seiner Heimkehr aus der Gefangenschaft arbeitete er eine Zeit lang als Anzeigen-Aquisiteur und Vertreter in Bad Kissingen, später in Düsseldorf. Sein allererstes Tattoo war das Seefahrermotiv Glaube, Liebe, Hoffnung (Anker, Kreuz und Herz). »Seit dieser Zeit fragte ich alle Tätowierten, die ich auf den Reisen als Handelsvertreter sah, ob ich sie gratis tätowieren dürfte. Zehn Jahre lang habe ich Hunderte gratis tätowiert. Ich machte ihnen damit eine Freude und bildete mich selbst im Tätowieren fort.«

1960 wollte Herbert Hoffmann bereits sein erstes Studio eröffnen, doch die Bürokratie kam ihm in die Quere, denn es folgte eine Ablehnung der Gewerbeerlaubnis mit der Begründung, Tätowieren sei kein Beruf.
1961 siedelte Herbert nach Hamburg über und übernahm dort das Tattoostudio von Paul Holzhaus am Hamburger Berg in St. Pauli. Christian Warlich, der König der Tätowierer, weihte ihn zum Kronprinzen. Nach dessen Tod 1965 führt Herbert die älteste Tätowierstube in Deutschland. Seine sympathische, ehrliche und zuverlässige Art machten das Tattoostudio schnell erfolgreich und überall bekannt. Lange Zeit blieb es das einzige Tattoostudio in ganz Deutschland. In der Zeit von 1950 bis 1990 tätowierte Herbert schätzungsweise 40.000 bis 50.000 Menschen, etwa 400 tätowierte Menschen porträtiert er, wobei eine in der Tattoo-Szene einzigartige Sammlung von fast 3.000 Schwarzweiß- und Farbfotos entsteht. »Meinen tätowierten Vorbildern habe ich alles zu verdanken, was ich geworden bin. Zum einen selbst Tätowierter, wie ich es mir immer gewünscht hatte, und dann noch ein guter, erfolgreicher Tätowierer. Für mich gibt es keine Arbeit und keinen Beruf, in dem ich hätte glücklicher sein können.«
Seit 1981 lebte Herbert eigentlich im Ruhestand in der Schweiz. Er wohnte in Heiden (Schweiz), besuchte Tattoo-Messen in ganz Europa, galt als lebende Legende, als Pionier der Tätowiergeschichte. »Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann komme ich zu dem eindeutigen Resultat: Ich habe richtig gehandelt, dass ich mit Mutter Natur gelebt und mich nicht gegen sie gestemmt habe. Hätte ich aus angeblicher Rücksicht auf meine Umgebung oder aus ängstlichem Kleinmut meine Tätowierlust unterdrückt, so wäre ich zeitlebens unglücklich gewesen. Seit ich tätowiert bin, ist mein Leben schön und sinnvoll.«

Herbert verstarb am 30. Juni 2010 nach einer Jahrzehnte langen Karriere als einer der wichtigsten Pioniere der deutschen Tattoo-Szene. Herbert Hoffmann war lange Zeit Deutschlands ältester Tätowierer und genießt auch jetzt noch, lange noch seinem Tod in ganz Europa allerhöchstes Ansehen. Auf den unterschiedlichsten Tattoo-Veranstaltungen rund um den Globus war Herbert stets ein gern gesehener Gast. Herbert hatte sich wie kaum ein zweiter um das Wohl des Tätowierkunstwerkes bemüht, und ihm gebührt ein ganz besonderer Platz in der Hall of Fame.

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Herbert Hoffmann erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Leute die Geschichte schrieben: Convention Moderator Detter https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-detter/ Wed, 28 Nov 2018 18:00:51 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49342 Jeder von euch, der schon einmal auf einer der großen Tattoo-Conventions, wie zum Beispiel Frankfurt oder Berlin, zu Gast war, der hat auch schon mal Moderator ­Detter gesehen oder zumindest von ihm gehört. Seit vielen Jahren ist er fester Bestandteil der wichtigsten Tattoo-Events und führt so gut durch ein Messe-Programm, dass er bei den meisten […]

Der Beitrag Leute die Geschichte schrieben: Convention Moderator Detter erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Jeder von euch, der schon einmal auf einer der großen Tattoo-Conventions, wie zum Beispiel Frankfurt oder Berlin, zu Gast war, der hat auch schon mal Moderator ­Detter gesehen oder zumindest von ihm gehört. Seit vielen Jahren ist er fester Bestandteil der wichtigsten Tattoo-Events und führt so gut durch ein Messe-Programm, dass er bei den meisten Messe-Besuchern und Ausstellern schon lange als »bester Mode­rator der Tattoo-Szene« gilt. Schon zu Beginn der Serie »Hall of ­Fame« stand Detter ganz oben auf unserer Kandidatenliste, denn wie er sich um die Tattoo-Szene verdient gemacht hat, ist ganz einfach vorbildlich.

Jeder, der die Welt der Tätowierungen in ein positives Licht rückt, dem gebührt Dank und Respekt. Detter tut dies nun schon seit vielen Jahren unentwegt und unterhält das Publikum dabei in einer tollen Art und Weise. Das liegt natürlich auch daran, das Detter in Bezug auf Tattoos und Piercings ein hervorragender Fachmann ist und sich mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen sowie entsprechenden Motiv-Bedeutungen bestens auskennt.

Wir haben uns ganz kurz mit Tommy, Veranstalter der Tattoo-Convention Frankfurt, unterhalten. Die Messe gilt weltweit als größte Veranstaltung ihrer Art und in den 17 Jahren ihres Bestehens hat Tommy für die Convention stets nur das Beste gewollt.Ein Grund für ihn zum Beispiel auf die Hilfe von Detter zu vertrauen.

Tommy: »In all den Jahren der Convention war Detter immer mit dabei, bis auf ein einziges Mal, wo er schwer krank war. Ich kann zu Recht sagen, dass Detter die gute Seele der Convention ist. Im Grunde ist er schon ein Mit-Organisator, denn er kümmert sich um alle Angelegenheiten der vielen Tattoo-Wettbewerbe und vieles mehr. Detter ist jemand, dem ich vollkommen vertraue, und ich kann mir, ehrlich gesagt, die Convention ohne ihn gar nicht vorstellen. Er hat einen sehr großen Teil dazu beigetragen, dass diese Messe so erfolgreich geworden ist.«
Mit dieser Meinung steht Veranstalter Tommy nicht alleine da, im Gegenteil. Sehr viele Messe-Veranstalter schwören auf die Erfahrung und Fachkenntnis von Moderator Detter. Egal, ob Berlin, Zwickau, Nürnberg, Eggenfelden – Detter wird für solche Events gebucht, weil die Organisatoren eben nur zu gut wissen, was sie an ihm haben.

Auch die Tätowierer schätzen Detter und seine Moderation sehr. So meint zum Beispiel Portrait-Spezialist Andy aus Kitzingen: »Detter morderiert fachlich sehr genau. Das liegt ganz einfach daran, weil er unglaublich viel Ahnung von Tätowierungen hat. Ich freue mich immer, wenn ich ihn auf Messen sehe und höre. Detter gehört zur Tattoo-Szene wie wir Tätowierer selbst. Ohne dass ich jemandem auf den Schlips treten möchte, aber fachlich gesehen und bezüglich der Leidenschaft, mit der er diesen Job erledigt, ist Detter für mich persönlich der beste Moderator der Tattoo-Szene.«

Wir freuen uns auf viele weitere Tattoo-­Conventions, auf denen Detter durch das Wochen­ende moderiert und sowohl Besucher als auch die Aussteller bei Laune hält.

Der Beitrag Leute die Geschichte schrieben: Convention Moderator Detter erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Sammy Streckenbach https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-sammy-streckenbach/ Wed, 28 Nov 2018 17:00:04 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49345 Sammy Streckenbach gehörte viele Jahre lang zu den Pionieren der Körpermodifikation in Deutschland. Er war eine Ikone der Tattoo- und Piercing-Szene. Doch die letzten Jahre verlebte er nahezu einsam und alleine, unterstützt von der Sozialhilfe. Kaum einer erinnerte sich noch an ihn. Heute gilt Sammy als einer der wichtigsten Pioniere der Tattoo-Szene. Horst »Sammy« Streckenbach […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Sammy Streckenbach erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Sammy Streckenbach gehörte viele Jahre lang zu den Pionieren der Körpermodifikation in Deutschland. Er war eine Ikone der Tattoo- und Piercing-Szene. Doch die letzten Jahre verlebte er nahezu einsam und alleine, unterstützt von der Sozialhilfe. Kaum einer erinnerte sich noch an ihn. Heute gilt Sammy als einer der wichtigsten Pioniere der Tattoo-Szene.

Horst »Sammy« Streckenbach wurde 1925 in Weiswasser/Oberlausitz geboren. Im Alter von zehn Jahren ließ er sich ganz zufällig tätowieren. »Ich war in der Kreisstadt zum Einkaufen, und da habe ich mich dann spontan tätowieren lassen. Das war ein Herz auf dem Arm«, erinnerte er sich. Im Alter von 13 oder 14 Jahren begann er selbst zu tätowieren. »Das war in Eslich, einem kleinen Dorf in Schlesien. Ich habe mir alles selbst beigebracht. Vorbilder hatte ich keine, es gab ja auch keine, da das Tätowieren in der Nazizeit verboten war.« Wenig später musste er für die Deutsche Reichswehr in den Zweiten Weltkrieg ziehen, wurde dabei viermal verwundet und verlor am Ende sein Augenlicht. Er geriet in Gefangenschaft und saß nach Kriegsende viele Jahre in Großbritannien ein. Nach einer Operation erlangte er dort die Sehkraft wieder zurück und begann aus Langeweile, seine Mitgefangenen und Wärter zu tätowieren. Kurz darauf lernte er Les Skuses kennen, einen der umtriebigsten Tattoo-Künstler Großbritanniens, der bereits mit 17 Jahren mit der Nadel herumexperimentiert und kurz nach dem Krieg in seiner Heimatstadt Bristol einen Tattoo-Laden eröffnet hatte.

Über Les Skuse kam der Kontakt zu Lyle Tuttle zustande, dem berühmten Tätowierer der USA, der Sammy vollends mit der hohen Kunst der Tätowierung vertraut machte. Ende der 40er Jahre kehrte Sammy zurück nach Deutschland, wo er unter Eindruck der Geschäftigkeit seiner Freunde in Frankfurt seine Tattoostube eröffnete. Da es zu jener Zeit in Deutschland nur wenige professionelle Tätowierer gab – im Grunde mit Christian Warlich in Hamburg nur den König – konnte sich Sammy über Arbeit nie beklagen. Seinen besonderen Ruf erlangte er, weil er alles anders machte als die anderen: Seine Tätowiermaschinen bestellte er nicht in den USA, sondern bastelte sie bis zuletzt selbst. Sie unterschieden sich daher gewaltig von den gängigen Modellen. In den 70er Jahren betrieb Sammy sogar einen bundesweiten Supply-Vertrieb, den fast alle Tätowierer jener Zeit in Anspruch nehmen mussten. Es gab sonst niemanden, der Farben und Maschinen anbot. Sammy war auch der einzige deutsche Tätowierer, der im Ausland tätowierte. Insgesamt achtunddreißigmal besuchte er allein die USA.

Für alteingesessene Tätowierer ist Streckenbach heute ein tragisches Beispiel für die Schwierigkeiten, mit denen die Tätowierer – nicht nur – in Deutschland viele Jahre zu kämpfen hatten und noch immer kämpfen. So war er zwar der einzige Tätowierer, der vom Finanzamt als »Künstler« eingestuft worden war und dementsprechend nur einen verringerten Steuersatz zu zahlen hatte. Nach zehn Jahren wurde ihm aber dieser günstige Status Ende der 80er Jahre rückwirkend aberkannt. Plötzlich hatte er Steuern in Höhe von über 100.000 Mark zurückzuzahlen. Sein Tattoo- und Piercing-Studio in Frankfurt ging Pleite, Sammy in die Sozialhilfe. Nach dem Tod seiner zweiten Frau lebte er nicht nur von der Sozialhilfe, sondern auch schwer krank in seiner kleinen Wohnung. Von seinen vielen Tattoo- und Piercing-Freunden standen ihm dabei nur noch wenige zur Seite. In seinem letzten Interview vor seinem Tod zeigte er sich verbittert: »Ich will mit der Szene nichts mehr zu tun haben. Keiner hat sich um mich bemüht und hat mir als Vorreiter Danke gesagt. Ich lebe jetzt von Sozialhilfe.«
Am 29. Juli 2001 ist Sammy Streckenbach gestorben. Die Grabstelle wurde durch Spendengelder von Brian Everett, Lyle Tuttle, Tommy Köhler, Stefan Fehlinger, Michael Heldman, Chris Pak und Joachim Winzer ermöglicht. «

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Sammy Streckenbach erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Künstler, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende H.R. Giger https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-hr-giger/ Wed, 28 Nov 2018 16:00:46 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49349 H.R. Giger zählt sicherlich zu den bekanntesten, aber auch eigenwilligsten Künstlern der phantastischen Szene. Obwohl Giger selbst kein Tätowierer war, sondern »nur« Künstler, so hat er dennoch einen Platz in unserer Hall of Fame verdient. Wie kaum ein anderer Künstler, hat er die weltweite Tattoo-Szene nachhaltig beeinflusst und erheblich bereichert. Seine Bilder sind weltberühmt, und […]

Der Beitrag Künstler, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende H.R. Giger erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
H.R. Giger zählt sicherlich zu den bekanntesten, aber auch eigenwilligsten Künstlern der phantastischen Szene. Obwohl Giger selbst kein Tätowierer war, sondern »nur« Künstler, so hat er dennoch einen Platz in unserer Hall of Fame verdient. Wie kaum ein anderer Künstler, hat er die weltweite Tattoo-Szene nachhaltig beeinflusst und erheblich bereichert.

Seine Bilder sind weltberühmt, und es gibt wohl niemanden, der nicht schon einmal fasziniert einen Moment vor einem Werk Gigers verharrte, angezogen von jener vollkommen ungewöhnlichen Symbiose aus erotischer Körperdarstellung und phantastischer Architektur, jedoch gleichzeitig abgestoßen, von der unverhohlenen Gewalt, die die meisten seiner Bilder ausstrahlen. Gigers Kunst ist ein nicht leicht zu verdauendes ­Statement, eine nach außen getragene Verbildlichung seiner innersten Gedanken und Bildwelten, die verwirren, ja sogar beunruhigen muss. Und doch wird es einen Grund dafür geben, dass man sich dem Einfluss dieser Bilder nicht entziehen kann. So mancher Betrachter muss sich zwangsläufig fragen, wieviel von dem, was dargestellt und so anziehend ist, tatsächlich das eigene Bewusstsein, die eigene Psyche anspricht.

Foto: shutterstock.com

Die Darstellung von so hintergründiger und zutiefst verstörender Gewalt (viele von Gigers Phantasiegeschöpfen sind untrennbar mit der Architektur verbunden, unfähig, sich von ihr zu lösen und auf immer dazu verdammt, einer festen Bestimmung zu folgen?) ist immer problematisch, doch Gigers Bilder bleiben so verschlüsselt, so verworren, dass sie ihren Weg in die breitere Öffentlichkeit fanden und dem Künstler (und seinen ureigensten Phantasien) einen Bekanntheitsgrad bescherten, der ihm selbst nicht immer angenehm war

»Es stimmt nicht, dass ich dem Düsteren besonders nahe stehe. Die Bilder kommen einfach. Ich liebe die schönen Seiten des Lebens, und ich habe gern Humor. Es ist ja so, dass der Mensch sowohl helle wie auch dunkle Seiten hat, sie bilden eine Polarität und gehören zusammen. Deshalb verstehe ich nicht, wieso immer eine Strafe folgen soll, wenn jemand böse ist. Das Böse bleibt ja trotzdem bestehen.«

Foto: shutterstock.com

Doch Giger war als absoluter Perfektionist bekannt. Mit seiner Arbeit an den Filmen war er nie wirklich zufrieden, weil er immer das Gefühl hatte, nie die völlige Kontrolle über seine Arbeit zu haben und so manche Dinge abschwächen zu müssen – was angesichts der verletzlichen Psyche des Standardpublikums vielleicht auch besser so war – weshalb er viel lieber in seinem Atelier arbeitete und seine Phantasien als Maler, Zeichner, plastischer Gestalter und Ausnahmekünstler genau so zum Ausdruck brachte, wie es sein inneres Selbst verlangte. Die Ergebnisse, wenn sie denn das Licht der Öffentlichkeit erreichten, verkauften sich millionenfach und dienen schon sehr lange als Vorbild für so manchen anderen Künstler, denn dass diese Werke unnachahmlich inspirierend sind, bleibt unbestritten.

Höhepunkt seiner Karriere war sicherlich der Tag, an dem Ridley Scott ihn für Teile des Designs seines neuesten Films engagierte. Es ging um die Darstellung eines Monsters, das sich auf äußerst brutale Weise einen Wirtskörper sucht, in den es einen Embryo einsetzen kann. Dieser sollte, auf beachtliche Größe angewachsen, schließlich aus dem Brustkorb des Opfers herausbrechen, um dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, bis er, zu voller Größe ausgereift, nach Beute zu suchen beginnt – ein widerwärtiger, unbegreiflicher Parasit. Natürlich ist die Rede von Alien. Giger schuf für jenen Film alle Formen des Monsters, das Design für das außerirdische Schiff und so manch andere Grausigkeit, die dennoch nie ohne faszinierende Schönheit blieb. ­Allein die Schädelform des Aliens sorgt für erotische Assoziationen, die sicher nicht ohne Wirkung auf die Psyche des Kinozuschauers blieb… Seitdem war Giger für zahlreiche weitere Filme aktiv gewesen, u.a. Poltergeist 2 und Species. Seine Arbeit für das Kino hatte seinen Bekanntheitsgrad sicherlich um ein Vielfaches gesteigert und dem eigentlich sehr introvertierten Künstler die schon erwähnte Aufmerksamkeit beschert, die er gerne vermieden hätte, aber die Chance, seine Phantasiegeschöpfe als echte Kreaturen auf der Leinwand zu erleben, konnte er sich wohl kaum entgehen lassen…

Und so ist es auch kein Wunder, dass Gigers Bilder immer wieder ihren Weg auf die nackte Haut von Tattoo-Freunden finden und dass sein Verständnis von physischer und mechanischer Symbiose so manchem Fan wohlige Schauer bereitet. //

Der Beitrag Künstler, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende H.R. Giger erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Horiyoshi III https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-horiyoshi/ Wed, 28 Nov 2018 14:00:59 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49355 Horiyoshi III gilt weltweit als der Spezialist für klassische japanische Tätowierungen. Dem Altmeister wird dabei so viel Respekt entgegengebracht wie sonst kaum einem anderen Tattoo-Künstler. Dies liegt daran, dass Horiyoshi III sein Leben lang für das Tätowieren geworben hat und als einer der ersten japanischen Künstler einen intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch mit westlichen Tätowierern anstrebte […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Horiyoshi III erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Horiyoshi III gilt weltweit als der Spezialist für klassische japanische Tätowierungen. Dem Altmeister wird dabei so viel Respekt entgegengebracht wie sonst kaum einem anderen Tattoo-Künstler. Dies liegt daran, dass Horiyoshi III sein Leben lang für das Tätowieren geworben hat und als einer der ersten japanischen Künstler einen intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch mit westlichen Tätowierern anstrebte und förderte.

1985 begann er das erste Mal mit einer »normalen« elektrischen Tätowiermaschine zu arbeiten. Seitdem ist er einer der wenigen japanischen Großmeister, der sowohl im neuen westlichen, als auch im klassischen Tebori-Stil tätowiert.Es ist diese unverfälschte Ehrlichkeit, die Horiyoshi III in den Augen vieler zu einem ganz besonderen Menschen macht. Zeit seines Lebens strebte er nach Perfektion, auch wenn er sie nicht immer erreichen konnte. Aber im Gegensatz zu anderen, gestand er sich stets seine Fehler ein. »Ein wahrer Meister kennt seine Fehler und versucht, sie zu korrigieren. Ich hörte von einem Schwertschmied, der im Sterben lag und seinem Lehrling befahl, alle Schwerter zu finden und zu zerstören, die er als junger Mann gefertigt hatte. Ich wünschte, ich könnte das Gleiche mit einigen meiner frühen Tätowierungen machen.«
Für Horiyoshi III ist jedes Lebewesen schön, doch den Menschen findet er selbst am allerschönsten. »Die Wesen und Tiere, die ich zeichne, werden erst auf Jemandes Haut lebendig. Ich zeichne nie, um dies irgendwann einmal als Kunst auszustellen, sondern vielmehr zum Spaß und um dem Kunden neue Designs zu zeigen. Erst auf dem Körper erwacht das Motiv zum Leben, atmet zusammen mit seinem Träger. Beide bleiben bis ans Lebensende zusammen. Tattoos sind eine schöne, aber ernsthafte Angelegenheit.«

Als einer der ersten japanischen Tätowierer erlaubte Horiyoshi III der westlichen Welt den Zugriff auf seine Kunst, sei es durch Bücher oder Fotopublikationen in unzähligen Tattoo-Magazinen. »Es ist irgendwie lustig wie Schönheit versteckt wird. Wir Japaner platzieren die schönsten Designs und Motive auf die Innenseite unserer Kleidung. So kann man sie zwar ein wenig hervorblitzen sehen, aber niemand kann sie anstarren. Ähnlich ist es mit Tattoos. Viele wollen ihre Tattoos nicht jedem offenbaren. Für sie sind Tattoos etwas sehr Privates.«

Heute gilt Horiyoshi III als berühmtester Vertreter der japanischen Tätowierkunst und genießt weltweit ein hohes Ansehen. Doch es waren auch seine Schüler, die dieses Ansehen vergrößerten und seine Popularität verbreiteten. Horiyoshi III bildete einige wenige junge Talente aus und reichte all sein Wissen an sie weiter. Einer davon ist der Deutsche Alex Reinke (www.holyfoxtattoos.de), der in Plettenberg sein Studio Holy Fox betreibt. Horiyoshi III ist ein außergewöhnlicher Tätowierer und Mensch, der den westlichen Ländern die japanische Tätowierkunst näher gebracht hat wie kein anderer. Dabei ist er aber seiner Kultur und seinen Traditionen immer treugeblieben. »Ryu, der Drache, ist sehr geheimnisvoll. Er existiert nicht, aber es fühlt sich an, als ob er existieren sollte!« Der Zuspruch, den japanische Tattoos in den vergangenen zehn Jahren erfahren hat, ist nicht zuletzt auch ein großer Verdienst von Horiyoshi III. Daher gebührt ihm allergrößter Respekt und ein Platz in unserer Hall of Fame.

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Horiyoshi III erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Filip Leu https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-filip-leu/ Wed, 28 Nov 2018 13:52:14 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49358 Die Spirit Hall of Fame – ein ganz besonderer Ort für ganz besondere Persönlichkeiten. Für Menschen, die unter uns weilen oder schon längst verstorben sind, aber deren Namen man nie vergisst. Warum nicht? Weil sie sich mit ihrer Arbeit und ihrem Leben in einer ganz besonderen Weise für den Fortbestand und vor allem für die […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Filip Leu erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Die Spirit Hall of Fame – ein ganz besonderer Ort für ganz besondere Persönlichkeiten. Für Menschen, die unter uns weilen oder schon längst verstorben sind, aber deren Namen man nie vergisst. Warum nicht? Weil sie sich mit ihrer Arbeit und ihrem Leben in einer ganz besonderen Weise für den Fortbestand und vor allem für die Entwicklung der Tätowierungen eingesetzt haben.

In dieser Ausgabe möchten wir eine Persönlichkeit ehren und in die Hall of ­Fame aufnehmen, die sich in vielen Jahren um die Tattoo-Szene bemüht hat. Die Rede ist von Tätowierer Filip Leu.

Wir schreiben das Jahr 1978. Die gesamte Leu-Familie hat sich auf den Weg nach Indien gemacht, um dort zu arbeiten und zu leben. Hier war es, dass der damals dreizehnjährige Sohn Filip sein erstes Tattoo anfertigte. Es wurde sehr schnell deutlich, dass das älteste der Leu Kinder ein ganz besonders grosses Talent dafür hatte, und so wurde er von seinem Vater Felix fortan ausgebildet. 1980 kehrt die Familie nach Europa zurück, wird sesshaft und eröffnet in Lausanne “The Leu Family’s Family Iron”. Hier arbeiten Felix, Loretta und Filip für viele Jahre Seite an Seite.
Eine lange und intensive Ausbildung folgte, bis sich Filip dann 1985 auf eine Around the World Study Tour begibt, die ihn u.a. nach Indien, Thailand, Hong Kong, Taiwan, Japan und die USA führt. Hier bekam er die Möglichkeit, sein Wissen und seine Studien auszubauen, zu intensivieren, mit einigen der besten Tattookünstler der Welt zu arbeiten und von ihnen zu lernen – eine in jener Zeit nicht selbstverständliche Sache. Im Jahr 1988 begegnet Filip Titine; sie wurde seine große Liebe, und die Entwicklung seiner steilen Karriere nahm einen unaufhaltsamen Lauf.

Allerspätestens ab hier ist es unmöglich, sein Leben und seine Karriere in wenige Sätze zu fassen; Jahre harter Arbeit folgen, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist; er gilt als einer der ganz großen Tätowierer unserer Zeit. Felix, sein Vater und Mentor, ist 2002 an den Folgen seiner Krebskrankheit gestorben. Die Erinnerung an ihn wird von seiner Familie mit aller Liebe aufrechterhalten und weitergelebt.
Ebenso wie bei seinem Vater, scheint auch bei Filip die Schaffenskraft kein Ende zu nehmen. Dabei hat er für mehr als ein Jahrzehnt die weltweite Tattoo-Szene so sehr beeinflusst, wie kaum ein Anderer vor ihm.

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Filip Leu erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Kat von D https://tattoo-spirit.de/tsp/hall-of-fame-kat-von-d/ Wed, 28 Nov 2018 12:00:52 +0000 https://tattoo-spirit.de/tsp/?p=49360 Mit echter Frauen-Power im Tattoo-Business erreichte DMAX, der große Entertainment-Sender in Deutschland, außergewöhnlich positive Verbreitung des Themas Tattoo. Die Zuschauer begleiteten Künstlerin Katherine von Drachenberg, alias Kat von D, bei dem größten Abenteuer ihres Lebens: dem Aufbau ihres eigenen Tattoo-Studios in Los Angeles. In mehreren Staffeln erzählten dabei ihre Kunden ihre schönsten Tattoogeschichten. „Pretty in […]

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Kat von D erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>
Mit echter Frauen-Power im Tattoo-Business erreichte DMAX, der große Entertainment-Sender in Deutschland, außergewöhnlich positive Verbreitung des Themas Tattoo. Die Zuschauer begleiteten Künstlerin Katherine von Drachenberg, alias Kat von D, bei dem größten Abenteuer ihres Lebens: dem Aufbau ihres eigenen Tattoo-Studios in Los Angeles. In mehreren Staffeln erzählten dabei ihre Kunden ihre schönsten Tattoogeschichten.

„Pretty in Ink“ – zwischen Business, Bars und Beethoven. Tattoo-Expertin und L.A.-Woman Katherine von Drachenfels ging im Leben stets ihren eigenen Weg. Die gebürtige Mexikanerin mit deutschen Vorfahren war bei allem, was sie machte, mit viel Herz und Leidenschaft bei der Sache. Und das gilt ganz besonders, wenn es um professionelle Tätowierungen geht. Die temperamentvolle Liebhaberin klassischer Musik trägt auch am eigenen Körper Portraits von Menschen, die ihr viel bedeuten. Seit ihrem 14. Lebensjahr dreht sich in Kats Leben alles um das Handwerk mit der Tätowier-Maschine, und nun will die Vollblut-Künstlerin ihr erstes eigenes Studio in L.A. zum angesagtesten Tattoo-Shop des ganzen Landes machen. Zusammen mit ihrem Team zaubert Kat ihren Kunden, egal ob Rockstar, Milchmann oder Motorrad-Freak, jeden noch so ausgefallenen Wunsch auf die Haut. Kats Tats sind vom Feinsten!

Die hochtalentierte Tätowiererin Kat von D und ihr großes Studioteam sammelten ordentlich Punkte bei allen Tattoo-Fans des Landes. Einmal pro Woche, rockte Kat im Fernsehen die Tattoo-Republik. Kat von D gehörte schnell zur Hollywood Prominenz. Show-Stars und Sänger wie Bam Margera (Skateboarder und TV-Moderator), Dave Grohl (Sänger und Gitarrist der Foo Fighters) oder It-Girl Nicole Richie haben sich schon bei „Kat von D“ unter die Nadel gelegt.

Kat von D hat mit ihrer Fernsehserie auf dem beliebten TV-Sender DMAX, der internationalen und vor allem der deutschen Tattoo-Szene einen großen Dienst erwiesen. Während andere Medien ab und an versuchten das Thema Körperkunst in negative Gefilde zu zerren, bekam man bei Kat von D ein ganz anderes, neues Bild der Tattoo-Kunst. Kat zeigte den Zuschauern, wie man mit Tattoos ein individuelles und persönliches Statement, Träume, Wünsche oder auch Trauer umsetzen und verarbeiten kann.

Der Beitrag Tätowierer, die Geschichte schrieben: Tattoo Legende Kat von D erschien zuerst auf Tattoo Spirit.

]]>