Connect with us

Cover-Up Studios

Cover Ups sind die Kunst des Neuanfangs auf der Haut – Tätowierungen begleiten Menschen oft ein Leben lang. Sie erinnern an wichtige Lebensabschnitte, besondere Personen, Überzeugungen oder einfach an einen bestimmten Moment, in dem eine Entscheidung richtig erschien. Doch Menschen verändern sich. Geschmäcker entwickeln sich weiter, Lebensumstände wandeln sich und nicht jede Tätowierung altert so gut wie die Erinnerung, die einst dahinterstand. Genau an diesem Punkt kommt das sogenannte Cover Up ins Spiel.
Ein Cover Up bezeichnet die Überarbeitung eines bestehenden Tattoos durch ein neues Motiv, das das alte weitgehend oder vollständig verdeckt oder so in das neue Motiv einbindet, dass man es nicht mehr sieht. Andere ebenso schwierige Cover Ups überdecken auf künstlerische Weise Narben auf der Haut.

wdt_ID PLZ STADT STUDIO STRASSE GALERIE Cover-Up
83 80335 München Fern & Firefly Atelier
98 13127 Berlin Mario Hartmann
126 60594 Frankfurt Miss Freya Tattoo
85 Laurastraße 38

Während Außenstehende häufig denken, es handele sich dabei lediglich um ein „größeres Tattoo über einem kleineren“, steckt hinter einem gelungenen Cover Up in Wirklichkeit deutlich mehr. Es vereint technisches Können, gestalterische Kreativität, Wissen über Haut und Farben sowie ein tiefes Verständnis dafür, wie Tätowierungen über Jahre hinweg altern.Cover Ups gehören damit zu den anspruchsvollsten Disziplinen der Tätowierkunst. Sie verlangen vom Tätowierer weit mehr als das saubere Stechen eines neuen Tattoos. Vielmehr muss er mit den Gegebenheiten arbeiten, die bereits vorhanden sind: Linien, Schatten, Farbreste, Narben oder sogar misslungene Tätowierungen. Ein gutes Cover Up verwandelt ein ungeliebtes Tattoo in ein neues Kunstwerk, ohne dass der Betrachter überhaupt erkennt, dass sich darunter einst ein anderes Motiv befand.
Doch warum entscheiden sich Menschen überhaupt für ein Cover Up? Welche Tattoos lassen sich problemlos überdecken und welche stellen selbst erfahrene Tätowierer vor enorme Herausforderungen? Und wie können Cover Ups sogar dabei helfen, Narben optisch verschwinden zu lassen?Hier ein bisschen mehr über die Besonderheiten von Cover-Up-Tattoos und ein paar Punkte dazu, worauf es bei dieser anspruchsvollen Form der Tattoo-Kunst ankommt.

Warum Menschen sich für ein Cover Up entscheiden

Die Gründe für ein Cover Up sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Dennoch lassen sich einige typische Motive erkennen, die immer wieder auftreten.

Veränderte Lebenssituationen
Einer der häufigsten Gründe für ein Cover Up sind Veränderungen im persönlichen Leben. Namen ehemaliger Partner gehören dabei zu den Klassikern. Was während einer glücklichen Beziehung als romantische Geste erschien, kann nach einer Trennung schnell zur unerwünschten Erinnerung werden. Auch Symbole, die einst eine besondere Bedeutung hatten, können mit der Zeit ihre Relevanz verlieren. Menschen entwickeln neue Interessen, ändern ihre Weltanschauungen oder distanzieren sich von früheren Lebensphasen. Das Tattoo bleibt jedoch sichtbar auf der Haut.
Ein Cover Up ermöglicht es, diesen Abschnitt hinter sich zu lassen, ohne beim Blick auf die Haut ständig daran erinnert zu werden.

Schlechte Qualität der ursprünglichen Tätowierung
Nicht jedes Tattoo wird von einem erfahrenen Künstler gestochen. Besonders günstige Angebote, mangelnde Erfahrung oder sogenannte „Küchentattoos“ führen häufig zu Ergebnissen, die den Erwartungen nicht entsprechen. Leider haben die Lockdowns der Corona-Zeit viele Menschen, die gerne Tätowierer wären, dazu animiert, sich ohne jegliche Vorkenntnisse online, teils sogar im Supermarkt, eine Tattoomaschine zu kaufen und im heimischen Wohnzimmer einfach loszulegen.
Ein neuer trauriger Trend sind teure Mini-Kurse, die mit dem Versprechen daher kommen, aus ungelernten Tattoo-Fans innerhalb von zwei Tagen professionelle Tätowierer zu machen, indem sie ihnen die absoluten Basics zum Thema Hygiene und Handling der Tattoomaschine zeigen und sie dann mit einer eigenen Maschine wieder nach Hause schicken. Einige dieser Kurse werben sogar damit, dass keinerlei zeichnerische Vorkenntnisse notwendig sind …
Das Ergebnis sind verlaufene Linien, unsaubere Konturen, schlechte Proportionen oder unausgewogene Schattierungen, die dazu führen, dass ein Tattoo bereits kurz nach dem Stechen unattraktiv wirkt.
Viele Menschen entscheiden sich, nachdem sie an einen solchen Tätowierer geraten waren, für ein Cover Up, anstatt das alte Motiv durch Nachstechen retten zu wollen.

Schlechte Alterung
Selbst ursprünglich gut gestochene Tattoos können mit den Jahren an Qualität verlieren. UV-Strahlung, Hautalterung und natürliche Pigmentveränderungen sorgen dafür, dass Farben verblassen und Konturen weicher werden. Besonders ältere Tattoos aus den 1980er- und 1990er-Jahren entsprechen häufig nicht mehr den heutigen technischen Standards. Viele Träger wünschen sich daher eine moderne Neuinterpretation oder eine vollständige Überarbeitung.

Berufliche und gesellschaftliche Gründe
Obwohl Tätowierungen heute deutlich gesellschaftsfähiger sind als früher, gibt es nach wie vor Situationen, in denen bestimmte Motive problematisch sein können.
Dazu gehören beispielsweise politisch missverständliche Symbole, jugendliche Provokationen oder Motive, die nicht mehr zum beruflichen Umfeld passen.
Ein Cover Up bietet meistens die Möglichkeit, solche Tattoos zu ersetzen, ohne eine aufwendige Laserentfernung durchführen zu müssen.

Emotionale Neuausrichtung
Manchmal geht es nicht um die Qualität des Tattoos, sondern um die Geschichte dahinter. Ein Cover Up kann einen bewussten Neuanfang symbolisieren. Menschen lassen sich nach schweren Lebensphasen, Krankheiten oder persönlichen Krisen neue Motive stechen, die für Wachstum, Stärke oder einen neuen Lebensabschnitt stehen.
Das Cover Up wird in diesen Fällen selbst zu einem wichtigen Symbol.

Das größte Problem für den Tätowierer beim Cover Up

Meistens ist das größte Problem bei der Planung eines Cover Ups gar nicht das alte Motiv, sondern die Tatsache, dass die Bandbreite für Wunschmotive für das neue Motiv stark eingeschränkt ist.
Während die Kunden bei blanker Haut ihrer Fantasie freien Lauf lassen können, gibt es bei den Optionen für das Cover-Motiv fast immer nur sehr begrenzte Möglichkeiten.
Hier kommt die Erfahrung des Tätowierers massiv ins Spiel, der immer versuchen wird, die Wünsche der Kunden zu berücksichtigen. Oft ist es aber so, dass er den Kunden erklären muss, warum ihre Idee nicht funktionieren wird. Die Vorschläge die er dann stattdessen macht, lösen im ersten Moment häufig Enttäuschung oder sogar Ablehnung aus. Dann muss man ganz in Ruhe im gemeinsamen Gespräch herausfinden, was möglich ist, und was nicht – und sich dabei vor allem auf die Expertise des Künstlers verlassen können.

Warum nicht jedes Tattoo gecovert werden kann

Viele Kunden gehen davon aus, dass jedes Tattoo einfach mit einem neuen Motiv überdeckt werden kann. In der Praxis ist dies jedoch nicht der Fall.
Die größte Herausforderung besteht darin, dass Tätowierfarben dauerhaft in der Haut eingelagert sind. Anders als Farbe auf Papier lassen sie sich nicht einfach übermalen.

Tattoos funktionieren nicht wie Farbe auf einer Leinwand
Ein häufiger Irrtum besteht darin zu glauben, helle Farben könnten dunkle Farben vollständig überdecken. In der Tätowierung gilt jedoch ein anderes Prinzip. Dunkle Pigmente bleiben auch unter neuen Farbschichten sichtbar. Ein schwarzer Bereich lässt sich beispielsweise nicht einfach mit Weiß oder Gelb überstechen.
Das alte Tattoo beeinflusst immer das Erscheinungsbild des neuen Motivs.

Größe und Flächendeckung
Ein Cover Up muss in der Regel größer sein als das ursprüngliche Tattoo. Der Grund ist einfach: Das alte Motiv muss nicht nur direkt überdeckt, sondern optisch in das neue Design integriert werden. Je größer das Ausgangstattoo ist, desto schwieriger wird diese Aufgabe.

Farbintensität
Frische, dunkle Tattoos sind deutlich schwerer zu covern als ältere, verblasste Motive. Besonders tiefschwarze Flächen oder sehr dunkle Farbbereiche stellen eine Herausforderung dar.
In manchen Fällen empfehlen Tätowierer deshalb zunächst einige Sitzungen zur Laseraufhellung, bevor ein Cover Up umgesetzt wird.

Dichte Linienstrukturen
Tattoos mit vielen schwarzen Linien, Tribal-Motiven oder dicht gepackten Schriftzügen sind oft problematisch.
Die vorhandenen Strukturen scheinen durch das neue Motiv hindurch und müssen gezielt in das neue Design eingebunden werden.

Hautbeschaffenheit
Auch die Haut selbst spielt eine wichtige Rolle. Narbengewebe, starke Pigmentstörungen oder Hautschäden können die Möglichkeiten eines Cover Ups erheblich einschränken. Manchmal ist eine vollständige Abdeckung schlicht nicht realistisch.

Welche Motive besonders gut zu covern sind

Nicht alle Ausgangssituationen sind problematisch. Einige Tattoos eignen sich hervorragend für ein Cover Up.

Kleine Schriftzüge
Namen, kurze Zitate oder kleine Schriftzüge gehören zu den dankbarsten Cover-Up-Kandidaten.
Die Linien sind meist relativ dünn und lassen sich gut in größere Motive integrieren.

Verblasste Tattoos
Je stärker ein Tattoo über die Jahre verblasst ist, desto einfacher wird die Überdeckung.
Die alten Pigmente konkurrieren weniger mit dem neuen Motiv und bieten dem Tätowierer mehr kreative Freiheit.
Kleine Symbole
Sterne, Herzen, chinesische Schriftzeichen oder ähnliche kleine Motive lassen sich häufig problemlos in größere Designs integrieren.

Alte Farb-Tattoos
Farbige Tattoos, die über viele Jahre hinweg deutlich an Intensität verloren haben, bieten oft gute Voraussetzungen für ein Cover Up.
Die verblassten Farben können gezielt durch neue Schattierungen und Farbakzente überlagert werden.

Welche Motive besonders schwierig zu covern sind

Auf der anderen Seite gibt es Motive, die selbst erfahrene Cover-Up-Spezialisten vor wirklich große Herausforderungen stellen und bei denen es praktisch unmöglich ist, das alte Motiv allein mit neuer Tattoofarbe verschwinden zu lassen.

Schwarze Tribal-Tattoos
Tribals zählen zu den schwierigsten Motiven überhaupt.
Große schwarze Flächen bieten kaum Möglichkeiten zur optischen Auflösung. Das neue Tattoo muss häufig deutlich größer und dunkler werden als ursprünglich geplant.

Massive Blackwork-Tattoos
Großflächige Schwarzarbeiten lassen sich, ähnlich wie Tribals, oft nur eingeschränkt covern. In vielen Fällen ist eine Laserbehandlung erforderlich, um die Pigmente zunächst aufzuhellen.

Porträts
Porträts enthalten häufig starke Kontraste und viele dunkle Bereiche. Diese Strukturen verschwinden nicht einfach unter einem neuen Motiv.

Dichte Schriftzüge
Große Schriftzüge mit fetten schwarzen Buchstaben können problematisch sein, da die klaren Linien auch unter neuen Motiven sichtbar bleiben.

Mehrfach überarbeitete Tattoos
Wenn ein Tattoo bereits ein Cover Up eines älteren Tattoos ist, steigt die Pigmentdichte erheblich an. Jede weitere Überdeckung wird dadurch komplizierter.

Beliebte Motive für erfolgreiche Cover Ups

Bestimmte Motivarten haben sich in der Praxis besonders bewährt. Hier einmal ein paar der häufigsten:

Rosen
Rosen und andere große Blüten gehören zu den beliebtesten Cover-Up-Motiven. Ihre Blütenblätter bieten natürliche Schattenbereiche, in denen alte Linien verschwinden können.

Tiere
Löwen, Wölfe, Eulen oder Raben verfügen über Fell- und Federstrukturen, die sich hervorragend für die Integration alter Elemente eignen.

Mandalas und Ornamente
Komplexe Muster lenken den Blick auf die Gesamtstruktur und ermöglichen es, vorhandene Linien geschickt einzubauen.

Realistische Naturmotive
Wälder, Berge oder florale Elemente bieten viele Schattierungen und Tiefeneffekte, die ein altes Tattoo verschwinden lassen können.

Japanische Tattoos
Traditionelle japanische Motive wie Drachen, Koi–Karpfen oder Oni-Masken sind wegen ihrer Größe und Detailfülle besonders beliebt für Cover Ups.

Cover Ups zur Narbenabdeckung

Cover Ups beschränken sich nicht ausschließlich auf alte Tätowierungen. Viele Menschen wünschen sich ein Tattoo, um Narben optisch zu kaschieren.

Warum Menschen Narben überdecken möchten
Narben können belastende Erinnerungen an Unfälle, Operationen oder Krankheiten darstellen. Für viele Betroffene bedeutet eine Tätowierung nicht nur eine ästhetische Veränderung, sondern auch ganz massiv die Rückgewinnung eines positiven Körpergefühls, das durch die “Entstellung” in Mitleidenschaft gezogen war. In diesen Fällen ist ein Cover Up echte Lebenshilfe.

Besondere Herausforderungen
Narbengewebe verhält sich anders als normale Haut.
Die Struktur ist oft ungleichmäßig, die Elastizität verändert und die Farbaufnahme kann stark variieren. Daher erfordert das Tätowieren von Narben besondere Erfahrung.

Geeignete Narbenarten
Gut verheilte Operationsnarben, Kaiserschnittnarben oder ältere Verletzungsnarben lassen sich häufig erfolgreich integrieren.
Frische oder stark erhabene Narben sollten hingegen nicht unmittelbar tätowiert werden.

Kreative Nutzung
der Narbenstruktur nErfahrene Künstler nutzen die vorhandene Narbenform oft bewusst im Design. Eine Narbe kann beispielsweise Teil eines Astes, einer Feder oder eines dekorativen Elements werden.
Dadurch entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

Was ein Tätowierer können muss, um gute Cover Ups zu erstellen

Cover Ups zählen zur Königsklasse des Tätowierens. Nicht jeder gute Tätowierer ist automatisch auch ein guter Cover-Up-Künstler.

Analysefähigkeit
Der erste Schritt besteht darin, das bestehende Tattoo korrekt einzuschätzen.

Der Tätowierer muss erkennen:

  • Welche Farben verwendet wurden
  • Wie stark das Tattoo gealtert ist
  • Welche Bereiche des alten Motivs problematisch sind
    Diese Analyse entscheidet über die Erfolgschancen des gesamten Projekts.

Kreativität
Ein Cover Up ist kein Standardprodukt. Jedes bestehende Tattoo erfordert individuelle Lösungen. Der Tätowierer muss in der Lage sein, alte Strukturen gedanklich in neue Motive zu integrieren.

Wissen über Farben
Farblehre spielt eine zentrale Rolle. Der Künstler muss verstehen, wie Farben auf bestehende Pigmente reagieren und welche Farbkombinationen funktionieren.

Technische Präzision
Saubere Linien, kontrollierte Schattierungen und präzise Übergänge sind essenziell. Fehler lassen sich bei Cover Ups schwerer korrigieren als bei normalen Tätowierungen.

Erfahrung mit Hauttypen
Jede Haut reagiert anders. Besonders bei Narbengewebe oder älteren Tätowierungen ist Erfahrung entscheidend.
Ehrliche Beratung – Ein professioneller Tätowierer verspricht keine Wunder. Wenn ein Cover Up nicht sinnvoll möglich ist, wird er alternative Lösungen wie Laseraufhellungen oder Designanpassungen empfehlen.
Diese Ehrlichkeit unterscheidet erfahrene Spezialisten von unseriösen Anbietern.

Fazit
Cover-Up-Tattoos sind weit mehr als das bloße Überdecken alter Tätowierungen. Sie verbinden handwerkliches Können, künstlerische Kreativität und psychologisches Feingefühl. Für viele Menschen symbolisieren sie einen Neuanfang, die Überwindung belastender Erinnerungen oder die Möglichkeit, ein ungeliebtes Tattoo in ein neues Kunstwerk zu verwandeln.
Allerdings eignet sich nicht jedes Tattoo gleichermaßen für eine Überarbeitung. Größe, Farbe, Pigmentdichte und Hautbeschaffenheit bestimmen maßgeblich, welche Möglichkeiten bestehen. Während kleine, verblasste Motive oft unkompliziert überdeckt werden können, stellen großflächige schwarze Tattoos selbst erfahrene Künstler vor erhebliche Herausforderungen.
Aber die Mühe lohnt sich, denn gelungene Cover Ups geben vielen Menschen die Chance, belastende Hautveränderungen in etwas Positives und Persönliches zu verwandeln.
Letztlich entscheiden die Kompetenz des Tätowierers und die echte Bereitschaft des Kunden zu Kompromissen beim Motiv über den finalen Erfolg eines Cover Ups. Analysefähigkeit, Kreativität, technisches Können und ehrliche Beratung sind die Grundlagen dafür, dass aus einem unerwünschten Tattoo ein neues Kunstwerk entsteht – eines, das die Vergangenheit nicht verleugnet, sondern sie in eine neue Geschichte verwandelt.

Um zurück zur Gesamtliste zu kommen, klicke hier COVER-UP STUDIOS

Premier Products 970x300x250
Advertisement

Connect
X