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RATGEBER

Bist du eigentlich immer noch farblos?

Auf dem Weg zum ersten Tattoo gibt es viele Fragen. In dieser Reportage beschäftigen wir uns mit einigen der wichtigsten und schaffen so eine Tattoo-Checkliste für Einsteiger. – Du möchtest also ein Tattoo? Bei vielen Dingen, die wir zum ersten Mal tun, haben wir Fragen. Bei Tattoos ist das natürlich nicht anders. Auch hier tauchen die unterschiedlichsten Fragen auf, die gerade Anfängern vor ihrer ersten Tätowierung zu schaffen machen. Gleich eines vorne weg – es ist alles halb so wild. Ehe man sich versieht, hat man auch schon das nagelneue Wunschtattoo und alle vorherigen Bedenken sind eigentlich Schnee von gestern. Fangen wir aber nun trotzdem mit einigen der meist gestellten Fragen und deren Antworten an:

Wie sicher sind Tattoos? Das ist bestimmt eine der wichtigsten Fragen überhaupt und sie kann ziemlich schnell beantwortet werden: In unserer heutigen Zeit sind Tattoos unglaublich sicher. Das heißt, dass vor allem das komplette Tattoo-Equipment einen technischen Level erreicht hat, der so sicher ist, wie niemals zuvor. Die Hygiene in deutschen Tattoostudios ist meist besser, als in diversen Krankenhäusern. Tätowierer tragen Einweghandschuhe, benutzen für zehntausende von Euro hochwertige Sterilisations-Geräte und arbeiten nach neuesten Hygienestandards, die von den Gesundheitsämtern kontrolliert werden. In einem profesionellen Tattoostudio bist du also in der Regel in den allerbesten Händen.

Wie suche ich mir mein Tattoo aus? Diese Frage ist schon ein wenig schwieriger zu beantworten, denn sie wird von deinen persönichen Vorlieben und Vorstellungen maßgeblich mit beeinflusst. Wichtig ist hier vor allem, dass du dich bereits lange vor einem möglichen Termin ausreichend mit dem Thema beschäftigst. Ein Tattoo ist für immer und daher gibt es kaum einen größeren machbaren Fehler, als sich erst unmittelbar vor einem Termin mit der Auswahl des Motives und dessen Bedeutung zu beschäftigen. Außerdem wirst du bei deinem Tätowierer mit der Aussage »Keine Ahnung welches Motiv und egal wohin« verständlicherweise nicht unbedingt auf viel Gegenliebe stoßen. In vielen Fällen fertigt dir dein Tätowierer ein Unikatmotiv an, ein so genanntes Custom-Tattoo. Diese Form der Sonderanfertigung ist meist sehr aufwendig und kann nicht, wie in einigen bekannten TV-Serien, innerhalb von 10 Minuten zusammengewurstet werden. Wir sprechen hier eher von mehreren Stunden bis hin zu Tagen, die dein Tätowierer an einem umfangreichen Custom-Motiv arbeitet. Richte dich also darauf ein, dass du das Tattoo nicht gleich am ersten Besprechungstermin mit deinem Tätowierer gestochen bekommst.

Wenn du dich mit der Materie auseinandergesetzt hast und du nun weißt, welches Motiv du bekommen möchtest, ist es sehr wichtig, festzulegen, in welcher Stilart du das Tattoo haben möchtest. Du kannst dir einen Karpfen zum Beispiel in den Stilrichtungen Asiatisch, New­school oder Realistic tätowieren lassen, oder das Herzmotiv in den Stilen Realistic, Old- und Newschool. Wenn du dich für eine Stilrichtung entschieden hast, solltest du deinen Tätowierer nach eben dieser Richtung aussuchen, denn viele Profis haben sich auf ganz spezielle Styles spezialisiert. So wird ein Tribal-Experte nicht unbedingt die beste Wahl für ein Realistic-Motiv sein und ein Asia-Spezialist einen Newschool-Sponge Bob eventuell ablehnen. Nimm dir also die Zeit, um das für dich richtige Motiv, die richtige Körperstelle und den passenden Stil zu finden. Rede mit deinem Tätowierer so viel wie möglich über deine Wünsche und Gründe für dein ausgewähltes Motiv. So wird er dich am besten beraten können. Die nötige Inspiration für Motive und Stilrichtungen findest du natürlich hier im Tattoo-Spirit, aber auch in unserem Schwester-Magazin Tattoo-Scout. In diesem reinen Motiv-Magazin präsentieren wir in jeder Ausgabe eine riesige Anzahl hochwertiger Tattoo-Motive der unterschiedlichsten Tätowierer aus aller Welt.

Wie bereite ich mich auf meinen Termin vor? Sex, Drugs and Rock n’ Roll. Nummer eins und drei wären eigentlich noch ok, aber Drogen vor oder während dem Tattoo-Termin gehen gar nicht. Auch Alkohol ist vor und während des Termins absolut tabu. Weil zum Beispiel Alkohol blutverdünnend wirkt, kann er die spätere Qualität deines Tattoos massiv negativ beeinflussen. Du solltest in der Nacht vor dem Termin ausreichend schlafen und morgens vor dem Termin bzw. ein paar Stunden davor ausreichend esssen und trinken. Das Tätowieren ist für deinen Körper eine große Belastung und daher braucht er so viel Kraft wie möglich. Ein gesundes und reichhaltiges Essen und ausreichende Getränke (zum Beispiel Säfte) sind eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Tattoo-Termin.

»Wer krank ist, kann nicht zum Tattoo-Termin gehen, auch wenn er schon lange darauf gewartet hat.«

Ist es ok, wenn ich krank zum Tattoo-Termin gehe? Definitiv nicht, auch wenn es nur eine Erkältung ist, die du vielleicht in ein oder zwei Wochen hinter dir hast. Ein Tattoo zu bekommen, während sich dein Immunsystem mit der Abwehr einer Krankheit beschäftigt, ist keine gute Idee. Es verändert nicht nur unkontrollierbar den späteren Heilungsprozess deines Tattoos, sondern auch die eigentliche Qualität der Arbeit. Ganz zu schweigen davon, dass es unverantwortlich ist die Studioangestellten und Kunden eventuell auch noch anzustecken. Wenn du krank bist, bist du krank – hier sollte deine eigene Gesundheit immer im Vodergrund stehen, auch wenn dir der Termin noch so wichtig ist, weil du vielleicht schon sehr lange darauf gewartet hast. Rufe deinen Tätowierer an, erkläre ihm die Situation und bitte um eine Terminverschiebung – aber bitte nicht erst am Tag vorher, sondern so schnell wie möglich.

Es gibt einen ganz einfachen Trick, der dir hilft herauszufinden, ob du dich wieder rasieren kannst.

Ab wann kann ich mich wieder rasieren? Vor allem Frauen mit Tattoos auf den Beinen beschäftigt diese Frage sehr. Vor dem Tätowieren wird der entsprechende Bereich vom Tätowierer rasiert, du beginnst also mit glatter Haut. Nach ein paar Tagen
wird’s natürlich ein wenig borstig, später dann haarig. Es spricht nichts dagegen, die Bereiche um das Tattoo herum, von Beginn an, zu rasieren. Doch die tätowierte Hautfläche solltest du vorerst in Ruhe lassen. Deine Haut durchläuft während des Heilungsprozesses verschiedene Stadien. Die Dauer hängt von deinen körpereigenen Regenerationskräften ab und beträgt meist zwischen 5 bis 10 Tage. Danach hilft dir ein einfacher Hauttest um herauszufinden, ob du dich wieder rasieren kannst. Schließe deine Augen und fühle mit den Fingerspitzen über dein Tattoo. Findest du hügelige Stellen, erhobene Bereiche oder Schorf? Wenn nicht, dann ist dein Tattoo weitestgehend abgeheilt. Es ist immer eine gute Wahl, eine Zeit lang auf Rasierklingen zu verzichten und ein elektrisches Rasiergerät zu benutzen. Gönne deiner Haut immer genügend Zeit um komplett zu heilen, denn so wirst du lange Freude an deinem Tattoo haben.

Wieviel kostet ein Tattoo? Dies ist eine der ältesten Fragen und zugleich auch eine der schlechtesten. Ein Tattoo ist eben so teuer, wie du es für richtig hältst. Ein passendes Tattoo-Sprichwort sagt: »Billige Tattoos sind nicht gut und gute Tattoos sind nicht billig!« Je größer eine Tätowierung, desto teuer wird sie. Je aufwändiger und detailreicher sie ist, desto länger wird dein Tätowierer mit der Fertigstellung beschäftigt sein. Es kommt also im Grunde nur darauf an, was »du« bereit bist für dein Tattoo auszugeben. Sei bitte so lieb und frage deinen Tätowierer nicht »Was kostet hier ein Tattoo?«, sondern formuliere ein wenig diplomatischer. »Was meinst du, wie lange du für das Tattoo brauchen würdest?« Der Tätowierer wird dir eine ungefähre Stundenzahl nennen. »Und was nimmst du ungefähr für eine Stunde?« Mit der nächsten Antwort hast du schon deinen Preis und es kommt bei deinem Tätowierer auch gleich ganz anders an. Versuche aber bitte nicht um den Endpreis zu feilschen. Du würdest mit Sicherheit auch nicht mit dem Chirurgen im OP-Saal um den Preis der Operation schachern, oder? Und dein Chef geht in der Regel auch nicht am Monatsende mit dem Gehaltsscheck zu dir und sagt: »Na Müller, wie sieht’s aus, machen wir den Dezember zum halben Lohn?« Der Tätowierer nennt dir den Preis, den er für seine Arbeit haben muss, nicht mehr und nicht weniger. Das solltest du auf jeden Fall respektieren.

Wenn dein Tätowierer also sagt: »Hintern aus der Sonne!« dann halte dich an seinen Rat

Ist die Pflege wirklich so wichtig? Kurz gesagt: »Ja!« Dein Tätowierer gibt dir die Pflegeanleitung nicht aus purer Langeweile, oder weil er dich schikanieren will. Die richtige Pflege beschleunigt den Heilungsprozess und verhilft der Qualität deines Tattoos zu einer langen Lebenserwartung. Wenn dein Tätowierer also sagt: »Hintern aus der Sonne!«, dann halte dich an seinen Rat. Wenn er dir sagt: »Finger weg von der Bandage!«, dann hör auf ihn. Dein fertiges Tattoo ist im Prinzip nichts anderes als eine offene Wunde. Daher hat dein Tätowierer es nach der Sitzung eingepackt um es vor Bakterien zu schützen. Ja, du bist mächtig stolz auf dein neues Tattoo und möchtest es deinen Freunden unbedingt zeigen. Doch die müssen eben ein wenig warten. Wenn du zu unachtsam damit umgehst, können Bakterien wirklich unangenhem werden und dann hast du die Entzündung und nicht deine Freunde. Also beachte bitte ganz genau die Pflegetipps deines Tätowierers.

Baden, Duschen, Schwimmen? Nein, ja, nein! In den ersten Wochen solltest du nicht baden, sondern eher duschen gehen. Eine Dusche kann deinem Tattoo  nicht schaden, solange du neutrale Seifen benutzt und die frisch tätowierte Haut nicht unnötig mit dem Duschstrahl maltretierst. Vorsichtiges Reinigen ist aber in Ordnung. Schwimmen gehen solltest du in den ersten Wochen auch nicht, was im Grunde auch schon die nächste Frage beantwortet.

Ab wann ins 17. Bundesland? Viele glauben ja, Mallorca sei eines der neuen Bundesländer. Das ist aber bei aller Liebe nicht ganz richtig. Zwar ist Mallorca eines der beliebtesten Urlaubsorte der Deutschen, doch bei Tätowierungen ist dieser Region nicht wirklich beliebt. Der Grund: Viel Sonne, viel Wasser. Beides ist vor allem für frische Tätowierungen nicht besonders gut. Zu langes Baden, also auch Schwimmen, kann dem frischen Motiv schaden und die intensive UV-Strahlung der Sonne in südlichen Ländern ebenfalls. Tut eurem Tattoo einen großen Gefallen und wartet mit dem Sommerurlaub bis euer Tattoo fertig verheilt ist und selbst dann solltet ihr es mit hohen Lichtschutzfaktor-Cremes und viel Sonnenschirm schützen.

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