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Convention

Bunte Party in Rotterdam

Rotterdam in Holland ist die einzige Messe, auf der wir vom Tattoo-Spirit mit unserem großen Magazin- und Buchstand im Ausland vertreten sind. Sie ist sehr ähnlich, aber doch ganz anders, als die vielen deutschen Messen, auf denen man uns schon seit vielen Jahren finden kann. In Deutschland kennen wir fast jeden Aussteller und jeden Tätowierer. In Holland sind wir Ausländer und kennen, außer einigen deutschen Tätowierern, die hier einen Stand gebucht haben, viele holländische Tattoo-Künstler noch nicht, oder noch nicht so gut.
Das macht aber überhaupt nichts. Obwohl man sich manchmal mit Deutsch und Englisch oder mit Händen und Füßen verständigen muss, man fühlt sich auch in Rotterdam wie unter besten Freunden – denn die ganze Tattoo-Szene ist eine große Familie, und so begegnet man sich auch hier ausgesprochen unkompliziert und freundschaftlich.

Die Tatto-Convention 2013 in Rotterdam fand noch in einer einzigen der riesigen Ahoy-Hallen statt. In diesem Jahr hatte Andy, der Veranstalter, seine Tattoo-Veranstaltung um eine angrenzende, zweite riesige Halle erweitert. In Halle 1 war, wie in den vergangenen Jahren, der Bereich Tattoo untergebracht. In der Parallelhalle waren unzählige Stände mit eindruckvollen bis spektakulären Motorrädern und Hot-Rod-Autos aufgebaut, und zahlreiche Anbieter von entsprechendem Zubehör und Sonderzubehör präsentierten ihre Neuheiten.
Es gab verschiedene Messestände mit interessanten Schildern auf Blechteilen von Flugzeugen oder Auto-Kotflügeln usw. Sie waren ebenso Hingucker wie Stände, an denen es alles zum Thema Maori oder Indianer gab.
Wir fragten Andy: „Warum hast du den Bereich Motorräder und Hot-Rod-Autos zu dem bisherigen Konzept hinzugenommen?“

Andy: „In Deutschland wird man teilweise noch komisch angeschaut, wenn man tätowiert ist. Hier in Holland wird man erstaunt angeschaut, wenn man noch nicht tätowiert ist. Tattoos sind in Holland etwas vollkommen alltägliches. Darum sind auch Tattoo-Conventions, die immer nur das gleiche bieten, alltäglich und nicht mehr so interessant, wie noch vor einigen Jahren. Ich muss also etwas neues, besonderes bieten, damit die Leute wieder interessiert sind und unsere Veranstaltung besuchen.“
Das Konzept von Andy ging voll auf, denn die Hallen waren an beiden Tagen brechend voll. Auch uns zog die zweite Halle wie ein Magnet an. Wir staunten nicht schlecht, wie viele echt heiße Autos hier chromblitzend ausgestellt waren. Ebenso Motorräder und Zubehör jeglicher Art und Weise.
Unser Hauptaugenmerk war aber natürlich auf die Tattoo-Halle gerichtet. Mein erster Weg ging zu einem der bekanntest Tätowierer Amerikas, zu Steve Soto, der hier auch dem einen oder anderen Besucher eine seiner weltweit bekannten Sugar Skull– und La Catrina-Tätowierungen auf die Haut tätowierte. Wir haben einen guten Kontakt zu ihm, weil wir seine professionellen Flash-Bücher in unserem Buch-Shop verkaufen.

Anschließend suchte ich den Stand des Studios Transilvania-Tattoo auf. Das Paar, bekannt durch ihre sehr tollen Tattoos und ihre Messeveranstaltungen in ihrer Heimat Transilvanien, ist auch auf allen guten Tattoo-Conventions in Deutschland zu finden.
Nachdem ich dann auch noch die Jungs vom Supply-Stand von Magic Moon begrüßt hatte, kümmerte sich unser Messe-Team um unseren Verkaufsstand und die Kunden, die unsere Magazin- und Büchertische belagerten und nach Motiven für ihre Tattoos suchten.
Hier, wie in Deutschland, fragten die Besucher jeweils nach ganz bestimmten Motiven, und ob wir davon irgendwo eine Abbildung hätten. Wenn es in so einem Fall beispielsweise um Schädel, Engel, Blumen, Anker, oder Eulen geht, kann man schnell helfen, aber sehr oft wird auch nach extrem speziellen Dingen gesucht, die es kaum oder gar nicht zu finden gibt. Da suchte jemand beispielsweise ein Bild der Eingangstür des Restaurants auf der dritten Etage des Eifelturms in Paris. Dort habe er seine Frau kennengelernt und die Tür möchte er sich mit Datum tätowieren lassen. Hinzu kam noch das Problem, dass der Suchende nur holländisch sprach.

Zwischendurch ging ich immer wieder durch die Gänge, in denen überall die Tattoo-Nadeln heißliefen. Es gab keine Stilrichtung, die nicht tätowiert wurde, und auch von den Motiven her war die Vielzahl fast grenzenlos.

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