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Tattoos auf der Convention gestochen

Immer mehr Tattoo-Liebhaber lassen sich auf einer Convention tätowieren. Sind es plötzliche Entschlüsse, da man von den vielen tätowierten Gleichgesinnten angesteckt wurde? Hat man in einem der Vorlagenbücher der vielen Tätowierer genau das Tattoo entdeckt, von dem man schon immer geträumt hatte? Oder war es schon lange geplant, und man hat die Möglichkeit ergriffen, nicht endlos auf einen Termin warten zu müssen? Bei unseren Interviews wollten wir mehr über die Motivation der Tätowierten wissen.

ANGELA AUS LINNICH
Wir sprachen Angela aus Linnich auf einer Tattoo-Convention an, wie es zu dem bunten Tattoo mit den Schmetterlingen gekommen ist, das sie hier hat stechen lassen.
Angela: Ich habe länger nach einem Tattoo mit Schrift gesucht. Dafür habe ich mir hier einige Arbeitsmappen mehrerer Tätowierer angeschaut, bis ich die Mappe der Tätowiererin Püppy vom Studio „Dermal Effects“ in Greven gesehen habe. Die Bilder ihrer Arbeiten sahen sehr gut und ansprechend aus. Darum bat ich sie, mir mein Wunschtattoo zu stechen. Ich habe ihr kurz erklärt, was ich haben möchte, und Püppy hat meine Vorstellungen genau so umgesetzt, wie ich sie haben wollte.
TS: Du hast auf deinem Oberarm
Motive von Betty Boop. Sind die auch auf einer Convention entstanden?
Angela: Nein. Ich mag Motive von Betty Boop sehr gerne und deshalb habe ich mir vor zwei Jahren einen Tätowierer ausgesucht, der sich auf diese Art Vorlagen spezialisiert hat. Es war das Studio „Electrographic-Tattoo“ aus Rosenheim. Dafür bin dich damals dreimal 700 km gefahren. Die Mühe hat sich gelohnt.
MELANIE AUS HERZOGENRATH
TS: Du hast dir eine Ranke tätowieren lassen. Darin taucht auch der Name ,Luca’ und offenbar dessen Geburtsdatum auf. Das scheint ein sehr überlegtes Tattoo zu sein. Warum hast du es auf einer Tattoo-Convention stechen lassen? Hattest du schon vorher einen Termin ausgemacht?
Malanie: Nein. Ich bin einfach zur Convention gegangen, ohne den Gedanken, das Tattoo unbedingt dort auch tätowieren zu lassen.
Wie das Motiv aussehen sollte, stand für mich schon lange fest. Es sollte eine Ranke mit Blüte und einem Schmetterling sein. Außerdem sollte der Name und das Geburtsdatum von meinem Kind darin enthalten sein.
Dann sah ich die Arbeitsmappen von Rico Wilß aus dem Studio „Ink Style Tattoo“ aus der Stadt Gönnern.
Seine Arbeiten gefielen mir sehr gut, und so entschloss ich mich, dass er mir mein Tattoo stechen sollte.

SÖREN AUS KÖLN
Aufgrund der immer stärker werdenden Nachfrage bezüglich Maori-Tattoos haben wir gerade ein neues Buch mit echten polynesischen Vorlagen auf den Markt gebracht. Aus diesem Grunde hatten wir viele Kontakte zu Tätowierern aus Neuseeland, die uns bei den Zeichnungen und der Auswahl halfen. Auf einer Convention entdeckten wir den Messestand von Tätowierer Simone Randagio Righi vom Studio „Randagio Tribe“. Er war von seinem Gaststudio in Holland zur Convention nach Deutschland gekommen.
An seinem Messestand lernten wir Sören kennen, der sich gerade die rechte Schulter tätowieren ließ.
TS: Sören, du hast dir einen ganz speziellen Tätowierer aus der Maori-Szene ausgesucht. War das spontan, oder hat das eine Vorgeschichte?
Sören: Die Vorgeschichte ist sogar sehr umfangreich. Seit über einem Jahr beschäftigte ich mich bereits mit dem Gedanken, mir ein sehr bedeutungsvolles Tattoo stechen zu lassen, und mit welcher Vorlage geht das besser als mit einem polynesischen Tattoo?
Die ganz Zeit habe ich nach einem Tätowierer gesucht, der in der Lage ist, in der Richtung „Polynesien Style“ zu tätowieren. Ich habe überall herumgefragt und im Internet recherchiert. Dann habe ich einiges über Simone Randagio Righi gefunden, den man inzwischen sogar über Youtube bewundern kann. Ich nahm Kontakt zu ihm auf und lernte ihn dann auf der Tattoo-Convention in Köln persönlich kennen. Wir verabredeten einen Termin, an dem er mich tätowierte.
TS: Hast du dir bei ihm eine Vorlage ausgesucht, die er dann tätowiert hat oder ist dein Tattoo einmalig?
Sören: Er hat keine Vorlagen, denn jedes Motiv, das er sticht, ist einmalig. Er tätowiert auch alles frei Hand.
TS: Und wie ist das Motiv dann entstanden?
Sören: Ich habe ihm erklärt, dass mir die Tätowierung viel bedeutet und sie mir in vielen Lebenssituationen helfen und mich beschützen soll.
Simone fragte mich, wie ich mich im Augenblick fühle, wie es mir im allgemeinen geht, und welche Ziele ich im Leben habe. Immer, wenn ich ihm auf bestimmte Fragen antwortete, zeichnete er auf meiner Haut bestimmte Symbole. Ich erklärte ihm, was für mich wichtig ist. Das sind einerseits Stärke, Selbstbewusstsein und Zielstrebigkeit und andererseits Harmonie, Liebe und Treue, vor allem in der Familie. Aus allem fertigte er ein Bild, und als es fertig war, kam noch ein Symbol hinzu. Er sagte, das sei dafür, damit meine Wünsche in Erfüllung gehen. Dann tätowierte er das Bild.
Ich danke ihm für seine Arbeit, und ich bin sehr glücklich mit meinem Tattoo, das mir viel Kraft gibt.«

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