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LEXIKON

Tattoo-Asche

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Tattoo-Asche – Asche-Tattoo – Story – Erinnerung – Richmond. 

Asche-Tattoo: Tätowierer Mark Richmond aus Herfordshire, England, verlor seinen geliebten Sohn. Deswegen ließ er sich ein Erinnerungs-Tattoo mit der Asche des verstobenen Kindes tätowieren. Offenbar ist es das erste Asche-Tattoo, zumindest in dieser Art.

Das Leben schreibt die besten Tattoo-Stories, manchmal sind es aber auch traurige Geschichten, die von Schmerz und Verlust handeln. Der 39-jährige englische Tätowierer Mark Richmond und seine Frau Lisa verloren 2005 ihren geliebten Sohn Ayden nach langer schwerer Krankheit. Ayden hatte einen seltenen Gen-Defekt und wurde gerade einmal zwei Jahre und vier Monate alt.

Lisa und Mark ließen die sterblichen Überreste ihres Sohnes einäschern. Einige Zeit später verbrachte Mark viel Zeit mit einem Tattoo-Kunden, der ein Erinnerungs-Tattoo seiner verstorbenen Tochter wünschte. Der Kunde erklärte, dass er sich durch das Tattoo seiner geliebten Tochter näher fühle, er käme mit dem tiefen Schmerz in seinem Herzen besser klar und es helfe ihm sehr, mit diesem schweren Schicksalsschlag fertig zu werden. Da kam Mark die Idee. Er würde ein wenig von der Asche seines Sohnes für eine Tätowierung verwenden, denn auch für Mark war der Verlust des eigenen Kindes kaum zu ertragen. Er erhoffte sich dadurch einen heilsamen Effekt .

Natürlich war ihm bewusst, dass die Asche eventuell nicht so unter der Haut verbleiben würde wie moderne geprüfte Tattoo-Farben, doch alleine der symbolische Charakter dieser Aktion bedeutete Mark unendlich viel:

Ich bin Tätowierer, also welchen besseren Weg sollte es wohl geben, als ein Tattoo-Motivmeines Sohnes zu entwerfen und für die Erstellung des Asche-Tattoos einen Teil seiner Aschezu verwenden! ?
Da Marks Frau Lisa momentan schwanger ist, wartet sie mit ihrem ganz persönlichen Erinnerungs-Tattoo noch eine Weile, doch später möchte sie ebenfalls das Tattoo-Motiv mit der Tattoo-Asche, das sie für immer an ihren Ayden erinnern soll und mit dem er für immer ein Teil von ihr sein wird. Mark erklärt noch:
Einige Leute mögen es für ein wenig morbide halten, doch solange sie nicht dasselbe durchgemacht haben, was uns widerfahren ist, mögen sie nicht vorschnell über uns urteilen.
Ob es in früheren Zeiten oder in anderen Kulturen Asche-Tattoos gegeben hat, ist uns nicht bekannt.

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