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LEXIKON

Kanka Manka

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Kanka Manka, Schutzzeichen, Kopierschutz, Unikat.

Der Begriff Kanka stammt vom Wort Kankaro , Beschützer  ab,  Manka bedeutete Siegel . Kanka Manka hat sich bei den meisten Tätowierern als Begriff für Schutz-Siegel oder Schutzzeichen etabliert, das man auf die eine oder andere Weise in seine Tattoos einbaut, damit man später den Nachweis hat, der Urheber eines speziellen Tattoo-Motivs zu sein.

Und so könnte es passieren:

Ein Tattoo-Fan geht zu einem Tätowierer und möchte ein Tattoo haben, mit einem Anker vor einem Herz das von Blumen umrankt wird. Rechts steht ein Leuchtturm , über dem zwei Schwalben fliegen. Es soll aber ein Unikat sein, also ein Motiv, dass nur er alleine hat und sonst niemand. Der Tätowierer setzt sich hin und mit viel Fantasie und mit noch mehr Zeit entwirft er eine ganz individuelle Tattoo-Vorlage. Der Kunde hat noch kleine Änderungen der Tattoo-Vorlage, und dann wird das Motiv tätowiert. Der Kunde muss dem Tätowierer die Sonderarbeit auch besonders bezahlen, denn der Tätowierer kann und will es auch nicht wieder verwenden, obwohl es so viel Arbeit gekostet hat.
.Einige Wochen später ist der Kunde auf einer Tattoo-Convention, auf der auch viele Fotos gemacht werden – von Privatpersonen und von Zeitungsverlagen. Zwei Monate später, auf einer anderen Convention schaut sich der Kunde eine Arbeitsmappe eines fremden Tätowierers an. Zum Schreck sieht er genau sein Tattoo in der Arbeitsmappe des fremden Tätowierers als gezeichnete Vorlage. Er spricht den Tätowierer an, und der behauptet, die Zeichnung sei von ihm. Diese Collage sein ein Ausschnitt aus einem Bodysuit , das er vor einiger Zeit auf einem Tattoo Battle gemalt hat, und er würde dieses schöne Motiv gerne für x Euro tätowieren

Der Kunde informiert seinen Tätowierer und schildert ihm die Angelegenheit. Dieser ruft den Kollegen an, der seine Arbeit kopiert hat. Nach ganz kurzer Diskussion sagt der Tätowierer, der das Motiv erstellt hat, der Kollege soll doch einmal sagen, wie … Das konnte der andere nicht beantworten und erklärte, er werde die Vorlage sofort aus seiner Arbeitsmappe entfernen.

Aber das ist natürlich eine Ausnahme. Nur, wenn so etwas doch einmal passieren sollte, hat ein Tätowierer mit einem Kanka Manka die Möglichkeit, einen Nachweis zu erbringen, das die Tattoo-Vorlage von ihm ist.

Ähnlich haben die Tapezierer gemacht – oder machen es noch. Sie haben vor dem Tapezieren auf der Roh-Wand mit einem Bleistift eine kleine Signatur geschrieben und dann die Tapete darüber tapeziert. Wenn der Kunde später behauptet hatte, der Tapezierer habe überhaupt nicht für ihn gearbeitet, dann ging der Handwerker mit einem Zeugen – zur Not sogar mit einer vom Gericht bestimmten Person in die Wohnung, und da frage der Tapezierer den lügenden Auftraggeber, wo denn die Signatur x hinter der Tapete sei. Der wusste das natürlich nicht – aber der Handwerker. Und somit war bewiesen, dass dieser die Tapeten geklebt hatte – sonst hätte er nicht wissen können, wo genau die Signatur versteckt war.

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