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LIFESTYLE

Kingstreet Bodyart in Lübeck

Das Kingstreet beliefert uns bereits seit ein paar Jahren mit wirklich außergewöhnlichen Tattoo-Arbeiten. Nahezu jedes Bild hat auch schon ein passendes Plätzchen in unseren Magazinen gefunden, doch jetzt haben wir Studioinhaber Dirk Hormann noch einmal einen ganzen Stapel neuer Kunstwerke abluchsen können, um sie euch in einer ausführlichen Studioreportage präsentieren zu können.

Tattoo-Spirit: Über 15 Jahre Kingstreet, das ist schon mal ’ne solide Hausnummer. Kannst du dich noch an die Anfangszeit erinnern, wie das Studio entstanden ist?
Dirk: Das Studio wurde ‘96 eröffnet. ich hatte damals einen Textildruck Shop in dem ich individuelle Shirt gedruckt habe. Zeitgleich war ich an einem Live Club beteiligt, aus dem ich im Jahr ‘96 ausgestiegen bin. Der Mietvertrag des Shirtladens lief aus und es stellte sich die Frage: was tun? Ich eröffnete mit einem mir bekannten Tätowierer einen Tattoo Shop, in dem ich auch die Shirtdruckerei weiter anbot. Alle fragten nach Piercing und ich nahm mich der Sache an. In der Zeit gab es noch gar keinen Titanschmuck und es waren die Zeiten der Tribals.
TS: 1996, du liebe Güte, da hat Lothar Matthäus noch Fussball (er stand zumindest auf dem Rasen) gespielt und Damon Hill war Formel 1 Weltmeister (vorübergehend-leihweise). Hat sich deiner Meinung nach die Tattoo-Welt zum Guten gewendet oder ist sie aus den Fugen geraten? War früher alles besser oder heute einfach nur ein wenig hektischer? Pro und Contra 1999 gegen 2014.

Dirk: Alles hat seine Zeit. Wir waren in den Anfängen überrascht von der Nachfrage. Es war teilweise nicht zu schaffen und wir arbeiteten nur zu zweit. Jedes Studio kochte sein eigenes Süppchen und es bestanden wenig Kontakte zu anderen Shops. Anfang 2000 fing ich an mit Gasttätowierern zu arbeiten, die natürlich neue Einflüsse in den Shop brachten. Der Shop wurde grösser aber nicht hektischer. Ich denke die gesamte Tattoo-szene profitiert heute von dem globalen Netzwerk.
TS: Wenn du noch einmal zurück könntest, würdest du eventuell ein paar Dinge anderes machen, oder alles noch einmal ganz genauso?
Dirk: Mit dem heutigen Wissen wäre ein Zeitsprung in das Jahr 1996 natürlich geil:) nein – es war eine gute Entscheidung und ich würde es wieder so machen.
TS: Wenn man bedenkt, dass Tattoostudios im Durchschnitt vielleicht mit
nicht mehr als zwei Leuten antreten, dann sind die acht Teammitglieder im Kingstreet schon ziemlich außergewöhnlich. War eine so große Mannschaft von Anfang an geplant, oder dann doch eher Zufall? Wie ist das Kingstreet so groß geworden?

Dirk: Der Shop hat sich dorthin entwickelt. Ich habe mit Martin einen interessierten Piercer ausgebildet und Entlastung für mich selber gesucht. Anfangs ist es egal jeden Tag im Shop zu stehen, aber mit den Jahren gibt es auch andere wichtige Dinge. Die Kompetenzen müssen verteilt werden und jeder sollte zufrieden sein. Ich denke das setzen wir bei KINGSTREET gut um. Martin (seit 7 Jahren bei uns)  und Heidi (seit 2013) decken den Bereich Piercing professionell ab.  Mike ist zuständig für die Terminvergabe und Textildruck. Die grosse Zahl der Tätowierer resultiert aus anfänglichen Guest-spots. Renata war von Anfang an dabei. HanZ und Vesko sind jetzt 4 Jahre bei uns – Sammy und Axel 2 Jahre. Außerdem einige Gäste. Neu im Team ist Jana. Sie macht eine Ausbildung und hilft im Verkauf und im Bereich Piercing.
TS: Neben dem Piercen übernimmst du noch welche Aufgaben? Manager,
Dompteur, Gruppentherapeut?
Dirk: Exaclty :))) 

TS: In deinem Studio findet der Kunde für eigentlich jede Stilrichtungen den entsprechenden Spezialisten. Mit Hanz, Renata, Vesko, Sammy und Axel deckst du das komplette Tattoosortiment ab und in Piercingbereichen
haben Heidi, Martin und du die Zügel fest in der Hand. Wer ist den seit
wann bei dir im Team? In anderen Studios arbeiten manchmal mehrere Tätowierer in der exakt gleichen Stilrichtung, was dann unter Umständen zu Konkurrenz-Denken führen kann. Bei deinem Bodyart-Achter scheint aber die Harmonie einer entspannten Mannschafts-Sportart zu herrschen. Ist das so?
Dirk: Ja das ist so und ich bin auch sehr froh das es so ist. Es herrscht eine gute familiäre Stimmung.

TS: Ohne Tattoo- und Piercing-Studio wärest du heute wahrscheinlich…?
Dirk: Schrauber in ‘ner Harley Bude oder besser Chef von der Bude.
TS: Die Zukunftspläne für das King-street?
Dirk: Ich bin eigentlich zufrieden. Es gibt immer Sachen, die einem im Kopf herumschwirren und ich muss mich manchmal selbst bremsen. Mehr ausländische Conventions besuchen oder selbst eine veranstalten.
TS: Gibt es Menschen, die dich in der Gegenwart oder Vergangenheit unterstützen/unterstützt haben, denen du danken möchtest?
Dirk: Dank gilt meiner Familie, die mir den Rücken freihält. Außerdem danke ich Dariuzs Pilarski, der mich in einer nicht so leichten Zeit sehr unterstützt hat. Meinem besten Freund Schorsch, der jeden Laden mit mir gebaut hat und meinem Freund  HanZ (MOSH) für seine Loyalität und natürlich dem gesamten KST Team.
TS: Ein Rat, den du den Lesern mit auf den Weg geben würdest.
Dirk: Schaut euch um und sucht euch professionelle Tattoo Shops, in denen Leute mit Herz arbeiten. Kein Weg ist zu weit für ein gutes Piece. //

KINGSTREET
TATTOO & PIERCING
Königstr. 39, 23552 Lübeck
Tel: 0451­-73320
www.kingstreet41.de

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