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Tattoo Verbände im Gespräch mit der Bundesregierung

Der Austausch zwischen Vertretern der CDU/CSU Fraktion, Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, Gesundheit und den Tätowierverbänden war sowohl informativ als auch konstruktiv. Dies stimmt uns optimistisch, ein solides Fundament geschaffen zu haben, um gemeinsam mit der Bundesregierung sinnvolle Lösungen für die Zukunft des Tätowierens zu finden.

Gemeinsame Presseerklärung der Tätowierverbände, Deutsche Organisierte Tätowierer e.V. (DOT), Bundesverband Tattoo e.V. (BVT) und ProTattoo e.V. zum Fachgespräch „Unter die Haut – Rahmenbedingungen für Tätowierungen“ am 28.11.2018 im Deutschen Bundestag.

Der Austausch zwischen Vertretern der CDU/CSU Fraktion, Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, Gesundheit und den Tätowierverbänden war sowohl informativ als auch konstruktiv. Dies stimmt uns optimistisch, ein solides Fundament geschaffen zu haben, um gemeinsam mit der Bundesregierung sinnvolle Lösungen für die Zukunft des Tätowierens zu finden.

Stichworte lauten dabei Verbraucherschutz und Hygiene. Für die Berufsverbände steht zudem auf der Agenda, die weitestgehende Freiheit unserer Branche zu gewährleisten und bei dieser Situation zu fragen, wo das Tätowieren beruflich angesiedelt ist.

Abschließend spielt das Thema Altersvorsorge eine große Rolle. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gitta Connemann MdB der CDU/CSU Fraktion des Deutschen Bundestages brachte im Juni diesen Jahres den Ball ins Rollen: Das Tätowieren ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – und dabei so schnell gewachsen, dass viele Bereiche dieser Branche dem gesellschaftlichen Umfang entsprechend einer Überprüfung unterzogen werden sollten.Die Veröffentlichung in der Presse fand unter dem Begriff des „Tattoo-Gipfels“ statt.

„Natürlich keimten bei dem Begriff Tattoo-Gipfel sofort Ängste um die Szene-Zukunft auf“

Damit keimten natürlich auch bei uns sofort Ängste um die Zukunft des Tätowierens auf. Würde die neuzeitliche Gestaltung aus behördlicher Sicht womöglich über das Ziel hinausschießen? Aus diesem Grunde wurde seitens der Berufsverbände die Zusage zur Erörterung, Unterstützung und Dialog gemacht. Am Mittwoch der vergangenen Woche fand der Auftakt in Berlin statt. Details dazu nachfolgend:

Die Inhalte, Akteure und Gesprächsschwerpunkte waren sehr vielschichtig. Das Gespräch selbst war von der Initiatorin, Frau Gitta Connemann, stellvertretende Fraktionvorsitzende der CDU /CSU Bundestagsfraktion und ihrem Team sehr gut vorbereitet. Die positive Einschätzung, dass Frau Connemann mit Sinn und Verstand für alle Beteiligten an das Thema herangeht, wurde bereits während Ihrer Einleitung und Vorstellung der Agenda zum Fachgespräch deutlich. Sie resümierte Ihre Erkenntnisse zur Ausgangslage der Tattoobranche in Deutschland und Europa betreffend der folgenden Themen, welche im weitesten Sinne auch der Agenda des Fachgespräches entsprachen:

  • Daten und Fakten zum Thema Tätowierungen
  • Derzeitige Regulierung im Bereich Sicherheit, Hygiene und Beratung
  • Regulierung für den Berufszugang
  • Regulierung von Tätowiermitteln
  • Rechtliche Rahmenbedingungen im europäischen Ausland
  • Forschung und valide statistische Daten

Das Ziel dieses Auftaktgespräches wurde von Frau Connemann sehr klar und deutlich formuliert. Am Ende des Fachgespräches sollte die derzeitige Ausgangssituation von allen Vertretern konkretisiert sein und es sollte klar werden welchen Handlungsbedarf alle Vertreter sehen.

Eine Grundlage der zukünftigen Arbeit bildet dabei die auch vom DOT e.V. über die vergangenen Jahre in Eigeninitiative und zum Großteil auf eigene Kosten mitentwickelte DIN/CEN-Norm. In einer EU-Arbeitsgruppe wurde unter der Leitung von Andy Schmidt (DOT e.V.) gemeinsam mit der DIN und anderen Experten aus 12 Ländern ein ausführliches Regelwerk für das Tätowieren geschaffen, dass Anfang kommenden Jahres durch die DIN publiziert werden soll. Auch der BVT e.V. unterstützte dieses Projekt. Damit wurde zeitgemäß fortgeführt, was mit der ersten Hygienerichtlinie-Empfehlung des DOT e.V. bereits im Jahre 1995 auf den Weg gebracht wurde. Also aus der Praxis für die Praxis.

In dem 2-Stunden-Gespräch in Berlin ging es um sichere Rahmenbedingungen für Verbraucher und diejenigen, die als Tätowierer tätig sind. Es ging nicht darum, künstliche Regulierungen zu generieren und den gesamten Bereich mit Regeln zu überziehen. Weiterhin war es nicht das Ziel, die Frage zu klären ob sich jemand tätowieren lässt bzw. wer sich tätowieren lässt. Alle Beteiligten waren sich außerdem einig: Hygiene-Standards sind unumgänglich, die Ästhetik der Gestaltung muss stets frei im Auge des Schaffenden und seines Kunden bleiben. Die gesetzten Ziele wurden von Frau Connemann und allen Vertretern auf Augenhöhe erörtert.

Wir freuen uns vor allem, dass unsere Erfahrungen und Kompetenzen aus dem Tätowier-Segment gehört wurden und ernsthafte Berücksichtigung fanden. Die Gespräche waren sehr konstruktiv und endeten darin, dass weitere Fachgespräche zu den Themen wie bspw. Hygiene und Sicherheit oder Berufszugang unabdingbar sind.

Alle drei Tätowierverbände nehmen auch an diesen Fachgesprächen gerne teil und setzen sich für eine gesunde Gestaltung des Tätigkeitsfeldes der von uns vertretenen Menschen ein.

Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich bei Frau Connemann für Ihr Engagement und die hervorragende Moderation des Fachgespräches. Der weiteren gemeinsamen Gestaltung sehen wir mit Spannung und positiver Aufbruchstimmung entgegen – für eine gemeinsame bunte Zukunft.

An dem Fachgespräch beteiligten sich ca. 40 Vertreter der unterschiedlichsten Bundesministerien, Verbände und Institutionen. U.a.:

  • Drei Mitglieder des Bundestages der CDU/CSU
  • Der Staatsekretär des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
  • Vertreter der Bundesministerien für Gesundheit
  • Vertreter des DIN-Normierungsausschusses
  • Vertreter des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD)
  • Vertreter des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR)
  • Vertreter der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV)
  • Vertreter der Unfallversicherungen
  • Vertreter des Robert Koch-Institutes

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